SV-Handbuch Online

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts gab es für den SV bereits den „SV-Student, ein Hanbuch für den Sondershäuser Verband Deutscher Studenten-Gesangsvereine“, der von Der. H. Ude herausgegeben wurde. Es folgte mit der „S.V.er“ ein weiteres Handbuch.

Das „SV-Handbuch“ in der heutigen Form erschien 1988 in der ersten Auflage. Herausgegeben wurde es von Peter Friedrich Haberkorn (M1, INN) in Zusammenarbeit mit Ingo von Stillfried und Joachim Baumeister. Im Jahr 1997 wurde es von Felix Gunkel (MR, MS), Thilo Eisermann (MS, BO) und Helmut Schlager (WÜ, DD) überarbeitet. 2002 brachten Lotte Baumanns (MR), Ulrich Köhler (DD) und Thorsten Wrigge (DA, F) die 3. Auflage heraus.

Die Inhalte sind umfangreicher als sie hier online abgedruckt sind. Neben der geschichtlichen Entwicklung studentischer Verbindungen allgemein und der Entwicklung und Organisation des SV wird außerdem Allgemeines zum Korporationswesen erläutert und die weiteren Korporationsverände in Deutschland vorgestellt. Das SV-Handbuch ist damit neben einer Chronik des Verbandes auch ein Leitfaden für die Fuxenstunden in den einzelnen Bünden.

Folgende Inhalte befinden sich in der Online-Ausgabe:

Die Geschichte des SV

Wurzeln und Entstehung des SV

Nach dem Ende der napoleonischen Epoche in Europa, in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, waren Burschenschaften und Corps an den Universitäten bereits fest etabliert. In jenen Jahren entstanden daneben die ersten musikalischen Vereinigungen von Studenten, in deren Mittelpunkt der Männergesang stand. Sie waren ein Ausdruck der großen Sänger- (und Turner-) Bewegungen, die im bürgerlichen Leben des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielten.

Schon damals zeichneten sich diese musikalischen Studentenvereinigungen durch Besonderheiten aus, die sie bis heute von den meisten anderen Korporationen unterscheiden: Vor allem eine liberale, reformatorische Gesinnung und in deren Folge eine freiere Handhabung korporativer Gebräuche. Anfangs waren die musikalischen Vereinigungen sogar oft überhaupt nicht als korporative Zusammenschlüsse gedacht, sondern als Gesangvereine konzipiert.

Die Gründung der ältesten jetzt dem Sondershäuser Verband angeschlossenen Verbindungen fällt in die 50er Jahre des 19. Jahrhunderts: 1856 machte die „Akademische Liedertafel (ALT)“ zu Berlin den Anfang, gefolgt von der „Stochdorphia“ in Tübingen 1857, die zu der Zeit allerdings noch keine musische Ausrichtung hatte. In Göttingen schlossen sich musikalisch interessierte Studenten 1860 zusammen, die Gründung des „Akademischen Gesangvereines (AGV)“ München datiert in das Jahr 1861.

Kontakte zwischen den Sängerverbindungen bestanden zunächst nicht. Das änderte sich auf dem ersten deutschen Sängerfest, das 1865 in Dresden stattfand. Hier begegneten sich Vertreter der ALT Berlin und des AGV München. Beide Seiten waren an engeren Beziehungen interessiert. Ein Jahr darauf schlugen die Berliner einen Zusammenschluß sämtlicher deutscher akademischer Gesangvereine vor. Das Ziel schien dem AGV München zunächst noch nicht realisierbar. Infolgedessen arbeiteten die beiden Verbindungen einen zweiseitigen Kartellvertrag aus, auf dessen endgültigen Wortlaut man sich durch einen Entscheid der Münchner Plenarversammlung am 18. Juli 1867 einigte. An diesem Tag entstand das Kartell, aus dem der Sondershäuser Verband hervorgegangen ist.

Der SV im 19. Jahrhundert und bis zum 1.Weltkrieg

Der Kartellvertrag war auf den Anschluß weiterer Verbindungen hin ausgerichtet. Tatsächlich traten in den ersten zehn Jahren nach Abschluß des Vertrages vier weitere Verbindungen hinzu: Greifswald, Würzburg, Göttingen und Königsberg. Es bestanden auch Kontakte zu österreichischen Bünden, die aber dem Kartell nicht beitraten.

Die 70er Jahre waren von einem inneren Strukturwandel gekennzeichnet. Korporative Elemente hielten Einzug in das Vereinsleben der Bünde, die bestrebt waren, einen engeren Zusammenschluß ihrer Mitglieder herbeizuführen. Neben die Pflege des Gesangs trat die bewußte Pflege studentischer Geselligkeit.

Mit der Festigung der inneren Strukturen in Form korporativer Elemente ging das Aufkommen des Lebensbundgedankens einher, sollte sich doch die Zugehörigkeit zu einer Verbindung nicht nur auf die Studienzeit beschränken. So wurde der Status des „Philisters“ eingeführt. 1874 erfolgte die erste Gründung eines Altherrenverbandes, des „Allgemeinen Philisterverbandes des AGV München“. Die anderen Verbindungen folgten in den Jahren danach.

Nachdem die Etablierung korporativer Strukturen innerhalb der einzelnen Verbindungen vollzogen war, wandte sich die Aufmerksamkeit der Verbandsebene zu. Zwar war der Kartellvertrag von 1867 als Grundstock für ein einheitliches Kartell gedacht gewesen, doch hatte sich das Hinzutreten neuer Vereinigungen in der Praxis meist durch Abschlüsse zweiseitiger Verträge abgespielt, so daß zwar ein dichtes Netz dieser Einzelverträge bestand, von einer verbandsähnlichen Einheit jedoch bis 1880 nicht gesprochen werden konnte.

In diesem Jahr aber rückten die Verbindungen zu einem gemeinsamen „Kartellverband deutscher Studenten-Gesangvereine“ zusammen. Die festen Züge, die man durch diesen Schritt nach außen hin präsentieren konnte, begünstigten weitere Beitritte während der 80er Jahre. Viele der neu aufgenommenen Verbindungen waren Gründungen von Verbandsmitgliedern.

In dem Maße, in dem sich der Kartellverband als zentrale Instanz manifestierte, begannen Auseinandersetzungen über seine Befugnisse gegenüber den einzelnen Bünden. Die Diskussion hierüber bescherten die Kartelltage der 80er Jahre. Hierbei zeigte sich, daß sich die Verbindungen je nach ihrer Größe und nach Regionen sehr unterschiedlich entwickelt hatten und in ihrer Individualität ein sehr eigenes Gepräge boten. Diese Heterogenität hat sich bis heute erhalten und darf sicherlich als eine besondere Stärke unseres Verbandes gelten, selbst wenn sie von Fall zu Fall zu größerer Kompromißbereitschaft nötigen mag.

In das Jahr 1884 fällt die Gründung der Kartell-Zeitung, die, mit wenigen Unterbrechungen, bis heute ihren wesentlichen Platz im Verband einnimmt. Anfangs erschien sie auf private Initiative eines Berliner Alten Herren, schon 1885 wurde sie zum offiziellen Organ des Kartellverbandes erklärt.

Der AGV München, schon während der ersten Jahrzehnte des Bestehens des Kartellverbandes dessen größte Mitgliedsverbindung, regte 1886 an, die Stimmverteilung auf den Kartelltegen neu zu regeln, und zwar nach Mitgliederstärke zu staffeln. Der Antrag scheiterte zuerst, wurde aber ein Jahr später vom Kartelltag angenommen. Das Prinzip des nach der Mitgliederzahl zu bemessenden Stimmrechts ist seitdem beibehalten worden; es erfuhr lediglich einige kleine Modifizierungen.

Noch ein weiterer Pfeiler des Verbandslebens konstituierte sich während der 1880er Jahre: die Alten Herren schlossen sich nach Orts- und Bezirksverbänden zusammen und schufen damit eine weitere Form des Verbandslebens im Lebensbundprinzip.

Zu der Zeit wurde in der Kartell-Zeitung zum ersten Mal der Gedanke laut, in Anlehnung an die Sängerfeste der deutschen Sängerbewegung ein Verbandsfest abzuhalten. Nach anfänglichen Vorbehalten gegen ein so kostspieliges und neuartiges Unternehmen billigte der Kartelltag 1892 die Durchführung eines solchen Verbandsfestes. Bei der Wahl des Festortes entschied man sich für die kleine thüringische Residenzstadt Sondershausen; ein Entschluß, der sich für Jahrzehnte als günstig erweisen sollte, denn Sondershausen wurde zur Heimat des Verbandes und lieh ihm von 1897 an seinen Namen. Seitdem nämlich trägt unser Kartellverband den Namen „Sondershäuser Verband (SV)“, unter dem er weithin bekannt geworden ist.

Das Verbandsfest, das unter der Schirmherrschaft des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen stand, nahm einen harmonischen Verlauf. So wurde fünf Jahre später, 1899 ein zweites Verbandsfest in gleicher Form in Sondershausen durchgeführt. Am Ende des 19. Jahrhunderts bestand der Sondershäuser Verband aus 16 Vereinen (gegenüber 7 Ende 1880). Aber nicht nur an Zahl der Aktiven und Alten Herren war der Verband gewachsen, er hatte auch an innerer Stärke gewonnen, nicht zuletzt durch das Ergebnis zweier gelungener Verbandsfeste. Diese Stärke ließ über alle auf den Kartelltagen auszutragenden Meinungsverschiedenheiten die Kompromißbereitschaft und das Gefühl der Zusammengehörigkeit im Verband siegen.

Eine Erweiterung des Betätigungsfeldes erfuhr der SV, als 1899 den Technischen Hochschulen das Promotionsrecht und das Recht zur Verleihung des Titels „Diplom-Ingenieur“ verliehen wurde. Eine bald darauf erfolgte Satzungsänderung ermöglichte die Aufnahme von Verbindungen dieser Hochschulen.

Während des Jahrzehnts vor dem Ausbruch des 1.Weltkrieges diskutierte der aktive SV lebhaft über seine Prinzipien. Erster Anlaß war der Aufnahmeantrag des AGV Königsberg (die Nachfolgeverbindung des 1892 suspendierten Kartellvereins), welcher, einer lokalen Tradition folgend, zu bestimmten Anlässen Mütze und Band trug. Das Schwarze Prinzip mußte daher im SV erörtert und eindeutig bestimmt werden. Auch das musikalische Prinzip war auf den Kartelltagen Gegenstand von Diskussionen und schließlich wurde es auch erforderlich, in der Frage der damals noch in Verbindungskreisen allgemein üblichen Satisfaktion Stellung zu beziehen.

Eine 1912 erschienene Auflage des „SV-Studenten“ von Hermann Ude (GÖ) enthielt Farbtafeln mit den Wappen der zu dieser Zeit aktiven Mitgliedsverbindungen des SV. Auf den folgenden Seiten sind diese Wappen abgebildet.

Der Kartelltag 1914 beendete die Diskussionen um die Prinzipien durch die Verabschiedung von 6 Leitsätzen. Der erste Leitsatz definierte den Inhalt des musikalischen Prinzips dahin, daß „durch die Pflege der Musik, sowohl des Gesanges wie der Instrumentalmusik, und durch die Pflege jeder anderen Kunst, die geeignet ist, zum würdigen Ausdruck studentischer Lebensfreude zu dienen, den Mitgliedern eine edle Geselligkeit geboten werden soll.“ Die in ihrem Kern negative Aussage des Schwarzen Prinzips ergänzte ein weiterer Leitsatz um den Zusatz, es gehe um den „Zusammenschluß der Mitglieder durch treue Freundschaft und ihre Erziehung zu charakterfesten deutschen Männern auf der Grundlage einer freiheitlichen und verantwortungsbewußten akademischen Bildung.“

Bezüglich der Satisfaktionsfrage wurde festgestellt, daß es sich dabei nicht um ein Prinzip des Verbandes handle, daß aber „die Angehörigen des Verbandes [...] in Ehrengängen Genugtuung mit der Waffe gehen und fordern“ sollten.

Sehr lebhaft war im Verband auch immer wieder die Frage diskutiert worden, welche Rechte und insbesondere Pflichten Verbandsbrüder bei einem Studienortwechsel gegenüber der Verbindung am neuen Aufenthaltsort haben sollten. Hier schwankte der Verband in unterschiedlichen Regelungen zwischen der Stärkung von schwächeren Bünden und des Zusammenhalts durch die Verpflichtung, der Aufenthaltsverbindung beizutreten, und liberalen Beschlüssen, die mehr auf die Interessen des Einzelnen Rücksicht nahmen. Eine gewisse Form des „Kartellzwangs“, z.B. durch Verpflichtung zur Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen der Aufenthaltsverbindung, wurde noch lange beibehalten. Die Zahl der Aktiven im Sondershäuser Verband war in diesen Jahren weiter angestiegen und erreichte im WS 1913/14 die Höhe von 1.300. Die Hälfte der dem Verband angehörenden Verbindungen verfügte über ein eigenes Haus.

Der im August 1914 ausbrechende Erste Weltkrieg unterbrach die Entwicklung des Verbandes. Der Plan, einen Gesamtphilisterverband zu gründen, kam nicht zur Ausführung, das zur 50-Jahr-Feier der SV-Gründung vorgesehene große Verbandsfest 1917 konnte nicht stattfinden, und überhaupt wurde das Verbindungsleben weitgehend gelähmt. 4.051 SVer, Aktive und Alte Herren, waren Kriegsteilnehmer; 799 von ihnen sind gefallen.

Nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Zeit des Nationalsozialismus

In den politischen Wirren und der wirtschaftlichen Notlage nach dem Ende des Ersten Weltkrieges begann sich langsam wieder ein bescheidenes Verbindungsleben zu entfalten. Der Wunsch der aus dem Krieg Zurückgekehrten, den SV weiterleben zu lassen, überstand die äußeren Schwierigkeiten dieser Zeit. Der erste Verbandstag nach dem Krieg, 1919 in Marburg abgehalten, bekräftigte die 1914 verfaßten Leitsätze.

Bald schon blühte der Verband wieder auf. Noch 1919 wurden mit der Nordmark Hamburg und der Rheno-Skaldia in Köln zwei neue Mitglieder aufgenommen, und endlich gelang es auch unter der Führung von AH Brauns (GÖ), einen Gesamtphilisterverband zu gründen: Am 22. November 1919 wurde der VASV ins Leben gerufen.

Aber auch ein starker innerer Wille konnte natürlich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht hinwegzaubern, die die Jahre bis 1925 kennzeichneten. So wurde eine „Notgemeinschaft aller SVer“ gegründet, die notleidenden Verbandsbrüdern Unterstützung zukommen ließ, und kleine Bünde, die um das Überleben kämpfen mußten, wurden dadurch unterstützt, daß SVer, die die Hochschule wechseln wollten, verpflichtet wurden, an einen ihnen von der „Zentrale für planmäßige Ausdehnung des SV“ benannten Ort zu gehen. Bedeutete das einerseits eine starke Einschränkung der Freizügigkeit, kam es andererseits den schwachen Verbindungen zugute.

Im Jahre 1925 wurde nach dem Vorbild anderer studentischer Verbände die SV-Nadel als Verbandsabzeichen eingeführt. Sie dient gleichermaßen als Erkennungszeichen und tritt damit neben den SV-Pfiff, die ersten 4 Töne des Verbandsliedes. Das Verbandslied erfuhr wenig später eine Abänderung, als die 2. Strophe, die - im Geist des ausgehenden 19. Jahrhunderts - das Kaiserreich besang, durch eine neugedichtete Strophe abgelöst wurde, deren Text als zeitloser empfunden wurde.

Zum ersten Mal nach dem Ersten Weltkrieg traf sich der Sondershäuser Verband im Jahre 1929 wieder zu einem Verbandsfest. Es fand zu Pfingsten statt, wiederum in Sondershausen. Fünf Tage lang feierten die angereisten SVer, es fanden Konzerte statt, ein Festkommers wurde abgehalten, und das Festessen zählte ungefähr 2.200 Teilnehmer. Am Pfingstsonntag wurde auf dem Plateau der Hainleite, 1,5 km vom Possen entfernt, am Rondell, einem Aussichtspunkt über der Stadt, das Gefallenen-Ehrenmal eingeweiht. Das dritte Verbandsfest ist ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte des Verbandes geworden - vielleicht besonders im Lichte dessen, was in den kommenden Jahren auf den SV zukam.

Die politischen Themen am Ende der Weimarer Republik machten natürlich vor dem Sondershäuser Verband nicht halt, und so erfuhr der SV-Geist eine zunehmende Politisierung. Schon seit 1926 betrieb der Verband unter dem Begriff „Grenzlandarbeit“ Aufklärung und Bewußtseinsbildung über die Fragen der Grenzen des Reiches und ihre Folgen für die Deutschen in den Grenzgebieten, vor allem jenseits der von Versailles gezogenen Grenzlinien. Die dann in den 30er Jahren einsetzende politische Radikalisierung wirkte auch in den Verband hinein. Hervorzuheben ist allerdings, daß der SV auch unter wachsendem politischen Druck um seine Eigenständigkeit bemüht war.

Schon im Frühjahr 1933 begann die nationalsozialistische Einflußnahme. Der SV hatte „Erziehungsgemeinschaft“ zu sein und wurde nach dem Führerprinzip organisiert. Auf dem Verbandstag 1933 in Sondershausen formulierte der Verbandspräside Altenbach (DA), der jetzt „Reichsführer des SV“ genannt wurde, als Grundaufgabe des SV die „Erziehung im Sinne der Ehrhaftigkeit, der Wehrhaftigkeit und der Volksgemeinschaft.“ Das persönliche Leben der Studenten wurde fortan in zunehmendem Maße politisiert, die Korporationen und ihre Verbände als Mittel zum nationalsozialistischen Erziehungsziel benutzt.

Einige SV-Verbindungen unterzogen sich der Umformung in Kameradschaften, um in offiziell geduldetem Mantel dem äußeren Druck besser standzuhalten.

Im September 1934 mißlang ein erster Versuch der Nationalsozialisten, die studentischen Verbände zur Auflösung zu zwingen und ihre Mitglieder von der Deutschen Studentenschaft abhängig zu machen. Noch war der Selbstbehauptungswille stark genug.

Der SV nutzte diese Galgenfrist und veranstaltete 1935 noch einmal ein Verbandsfest in Sondershausen. Es kamen jedoch aufgrund der innenpolitischen Gesamtlage nur 900 Teilnehmer. Das Fest war das letzte große SV-Ereignis, bevor der amtierende „Reichsführer des SV“, AH Baum (WÜ), am 27. Oktober 1935 den Verband auflöste. Ende 1935 stellte auch die SV-Zeitung ihr Erscheinen ein.

Nur wenige der nun auf sich selbst gestellten Verbindungen konnten in den folgenden Jahren die Auflösung verhindern. Den Zeitgenossen schien die Geschichte des SV zu Ende zu sein. Der VASV führte zunächst seine Tätigkeit noch fort, bestrebt, den Zusammenhalt der SVer solange als möglich zu erhalten. Vier Jahre blieben noch Zeit, in denen vor allem eine Erinnerungsstätte für den Verband geschaffen wurde. Zu Pfingsten 1939 kamen ein letztes Mal etwa 100 Verbandsangehörige in Sondershausen zusammen. Im fürstlichen Schloß waren Erinnerungsräume für den Sondershäuser Verband eingerichtet worden, in denen die Fahnen des Verbandes und der aufgelösten Verbindungen, die Urschrift des ersten Kartellvertrages von 1867 und andere Stücke aufbewahrt wurden. Nach der Eröffnung dieser Räume beschloß der Vertretertag des VASV die Liquidation des Verbandes.

Die Wirren des Zweiten Weltkrieges und die Zerschlagung und Zerstückelung des Deutschen Reiches ließen die Kontakte unter den SVern abreißen, Verbindungen versiegten. Viele SVer kehrten nicht aus dem Krieg zurück oder starben in der Heimat. Die Gesamtzahl der toten und vermißten SVer wird sich nicht mehr ermitteln lassen. Mit dem letzten Zusammenbruch im Mai 1945 war auch die Zerstörung des alten SV vollkommen.

Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg

In der ersten Zeit nach Kriegsende waren die äußeren Bedingungen zu schlecht, als daß Platz gewesen wäre für den Gedanken an eine Neubelebung des SV. Die persönlichen Schicksale und Lebensverhältnisse erforderten die Energien an anderer Stelle.

Am ehesten noch fanden die überschaubaren Kreise der Ortsverbände wieder zu einem losen Zusammenhalt. An eine Reaktivierung der Verbindungen war jedoch während der alliierten Besatzung nicht zu denken; zu großes Mißtrauen herrschte gegenüber allen Kreisen, die als Keimzellen des Nationalismus gelten mochten.

Nach und nach wurde das Bemühen um die Sammlung der SVer stärker. Zunächst gab es unkoordinierte und regional begrenzte Versuche, Orts- und Altherrenverbände wieder zusammenzuführen. Dann aber nahm AH Rasch (HD) diese Bestrebungen in eine zentralisierende Hand und brachte in kaum mehr als zwei Jahren 6.000 Namen von SVern zusammen. Dadurch wurde Heidelberg auch Anlaufstelle für Wiederbelebungsversuche im Verband. Im Oktober 1949 fand ein erstes Treffen von ca. 60 Verbandsangehörigen dort statt, das sich als Vertretertag konstituierte. Im April 1950 ging von Heidelberg das Wiedererscheinen der Verbandszeitung aus, wiederum ein unschätzbares Glied im Informationsfluß.

Wenige Monate später wurde der VASV durch Aufhebung des Liquidationsbeschlusses von 1939 wiederhergestellt. Durch den Kriegsausbruch war die beschlossene Liquidation nie zur Ausführung gekommen, was natürlich nun von Vorteil war. AH Kiehn (GÖ), schon in den 30er Jahren als Kassenwart des VASV maßgeblich an den Geschicken des Verbandes beteiligt, wurde für seinen unermüdlichen Einsatz geehrt und zum Alten Herrn h.c. des SV ernannt.

Inzwischen hatte sich die politische und gesellschaftliche Landschaft wieder in normale Bahnen verändert, und damit wurde auch die Neubegründung der aktiven Verbindungen möglich. Am 18. und 19. Januar 1951 erarbeitete ein in München zusammengekommener Vertretertag eine neue Satzung. Mit ihrer Anerkennung war der SV neugegründet. Harro Braun (M1, INN), wesentlicher Initiator dieses Vertretertages, wurde zum ersten Verbandspräsiden gewählt. Noch in dem selben Jahr hatte der SV wieder 14 Mitgliedsbünde.

Der große Bruch, der die neue Bundesrepublik Deutschland vom alten Reich unterschied, wirkte sich auch stark auf den Geist in den SV-Verbindungen aus. Insbesondere ein Drang nach Freiheit, nach möglichst wenig gesellschaftlichen Zwängen und Regelungen prägte die neuen Satzungen und das Leben im Semester. Das korporative Element trat gegenüber dem musikalischen und geselligen in den Hintergrund. Das wirkte sich aber offenbar nicht nachteilig auf die Verbindungen aus, denn in jenen Jahren wurde letztlich die Basis gelegt, die den Sondershäuser Verband und seine Verbindungen bis heute zu tragen vermag.

Noch im Jahre 1951 lehnte der Vertretertag des SV die Satisfaktion mit der Waffe ab. Ihr Sinn und Zweck hatte sich nach einhelliger Auffassung überlebt.

Wenig später verabschiedete der Verband auch eine Entschließung zum Schwarzen Prinzip. Ausdrücklich wurde betont, daß die Bedeutung der Tradition des SV weniger in der Form des Verbindungslebens liege als vielmehr in dem der Form zugrundeliegenden ideellen Gehalt. Die Entschließung ging auf ein Referat von AH Holzberger (ER) zurück, der mit dieser Formel einen zeitlosen Maßstab gefunden hat, an dem sich Traditionen und Prinzipien messen lassen müssen.

AH Holzberger wurde auf dem VASV-Vertretertag 1954 zum 1. Vorsitzenden gewählt und hat während seiner 10jährigen Amtszeit Hervorragendes für den Verband geleistet.

Während der 50er Jahre suchten einige der durch die Teilung Deutschlands heimatlos gewordenen Altherrenschaften eine neue Heimat bei aktiven Verbindungen und schlossen mit diesen Patenschaftsverträge ab (so Königsberg-Bonn, Greifswald-Hamburg, Breslau-Münster und Leipzig-Mainz, später: Halle-Clausthal und Dresden-Aachen).

Der Wiederaufbau des SV war nun abgeschlossen. 19 Verbindungen mit zusammen 900 Mitgliedern waren ein solider Grundstock für die nun folgenden Jahre der Ausgestaltung des Verbandes.

Bis zum 100jährigen Bestehen des Verbandes

Der SV-Geist und der Zusammenhalt im Verband festigten sich während der 50er Jahre weiter. Einen wesentlichen Anteil daran hat die Führungsarbeit des VASV-Vorsitzenden Holzberger (ER) gehabt, insbesondere seine zahllosen Besuche auf Veranstaltungen der Verbindungen und Ortsverbände.

Zeitgleich mit dem Vertretertag 1955 in Marburg fand zum ersten Mal eine Fuxmajor-Tagung statt. Aus ihr wurde für mehrere Jahre eine regelmäßige Einrichtung, die dem Erfahrungsaustausch diente und den Fuxmajoren für ihre Arbeit Anregungen gab. Im Jahr darauf traten SV und VASV dem Deutschen Sängerbund bei.

Nach einigen Jahren des Niedergangs und stetigen Wiederaufbaus konnte der Sondershäuser Verband 1957 zum ersten Mal wieder ein Verbandsfest begehen. Das 90jährige Bestehen des SV wurde während der Pfingsttage 1957 in Landau (Pfalz) gefeiert. Von den 2.700 Teilnehmern waren auch 200 aus der DDR gekommen. Schon beim nächsten Verbandsfest 1962 war ihnen das Kommen durch den Bau der Mauer verwehrt. Das Fest war natürlich vor allem ein Wiedersehensfest, aber auch ein musikalischer Höhepunkt dank eines reichhaltigen und anspruchsvollen Konzertprogramms.

Zur Stärkung der musikalischen Aktivitäten fand 1959 die erste Musikwoche in Marburg statt. Sie war als Fortbildungsveranstaltung der Musikwarte konzipiert und wurde von 30 SVern besucht. Erst später hat sie sich zu dem großen musikalischen Treffen entwickelt, das sie heute als SV-Musikwochenende darstellt. Nach wie vor erfuhr der Verband Auftrieb durch Eintritte neuer Verbindungen. Die wiedergegründete AMV Berlin kam 1955 hinzu, dann Mainz, Köln, Saarbrücken, Aachen und Clausthal-Zellerfeld. Der Vertretertag 1958 beschloß eine grundlegende Neufassung der SV-Satzung.

Anläßlich des 95jährigen Bestehens des SV fand zu Pfingsten 1962 das zweite Landauer Verbandsfest statt. Die Tage verliefen in ähnlichem Rahmen wie fünf Jahre zuvor.

Seit 1945 waren bereits 6 neue SV-Verbindungen gegründet worden, denen naturgemäß noch eine starke Altherrenschaft im Rücken fehlte; auch ältere Bünde waren von finanziellen Sorgen nicht frei. So kam 1962 im VASV die Idee auf, einen Entwicklungshilfefonds zu gründen, der insbesondere beim Erwerb von Verbindungshäusern finanzielle Mittel zu günstigen Bedingungen zur Verfügung stellen konnte. Bis heute sind die Gelder aus diesem Fonds vor allem für Renovierungsarbeiten an den teilweise schon alten Häusern von großer Bedeutung.

1962 wurde die Schriftleitung der SV-Zeitung vakant. Zunächst übernahm der VASV-Vorsitzende Holzberger das Amt, während die verlegerische Betreuung und später auch die Schriftleitung auf AH Georgi (GÖ, AC, INN) überging.

Im Jahre 1964 verstarb der Ehrenvorsitzende des VASV, AH Holzberger, wenige Tage nachdem er das Amt des VASV-Vorsitzenden niedergelegt hatte. Seinem Idealismus und seinem Einsatz haben SV und VASV viel zu verdanken.

Zum Zeitpunkt seines 100jährigen Bestehens hatte der SV 26 Verbindungen an 25 deutschen und österreichischen Hochschulen, in denen 1.650 Studenten aktiv waren. Davon verfügten 20 Bünde über ein eigenes Haus oder Heim. Dem VASV gehörten 6.270 Alte Herren aus 31 Altherrenverbänden an.

Für das große Verbandsfest zum Jubiläum des SV war als Festort eine der Gründungsstädte des SV, München, ausgewählt worden. Unterstützt vom VASV arbeitete ein Festausschuß des AGV München unter Leitung von AH Harro Braun (M1, INN) das umfangreiche Programm aus, das vom 20. bis 24. Juli 1967 ungefähr 3.500 Gäste begeisterte. Die Schirmherrschaft über das Verbandsfest hatte der bayerische Ministerpräsident Dr. Alfons Goppel übernommen, der den SV mit einem Staatsempfang in der Münchener Residenz würdigte. Wiederum bewies sich die Gestaltungskraft der Laienmusiker im SV, die mit zwei Festkonzerten, von denen eines der AGV München alleine bestritt, und elf Stundenkonzerten den musikalischen Rahmen legten. Wenige Wochen vor dem Verbandsfest erlitt der SV einen schmerzlichen Verlust durch den unerwarteten Tod des 2. Vorsitzenden des VASV, AH Wilkerling (HAL, H); in gewissenhafter Arbeit hatte er die Festschrift mit der Geschichte des SV fertiggestellt. Eingedenk seiner selbstlosen Leistungen für den SV verlieh ihm der VASV-Vertretertag in München posthum die Würde des Ehrenvorsitzenden.

Bis zum kleinen SV-Fest 1988 in Lorsch

Kurz nach dem Münchener Verbandsfest begann sich die Situation im Verband durch die einsetzende Studentenbewegung substantiell zu verändern. Der gemeinsame Vertretertag des SV und des VASV zu Pfingsten 1968 in Göttingen brachte auf der gemeinsamen Sitzung ein breites Fragenspektrum der Aktiven zur Reflexion über die alten Prinzipien. Der SV wählte als neuen Musikwart AH Prof. Katzenberger (M1, INN) zum Nachfolger von AH Prof. Sievers (WÜ), der lange Jahre die musischen Geschicke des Verbandes geleitet hatte.

Die Diskussion des Vertretertages um das musische Prinzip wurde auf der Marburger Musikwoche 1968 wieder aufgenommen. Die mangelnde Teilnahme verdeutlichte die Tendenz einiger Bünde, ihr Interesse vom Musischen auf andere Formen der Freizeitgestaltung zu verlagern. Auf der Musikwoche 1969, die der SV-Vertretertag als "Musik-Vertretertag" eingerichtet hatte, wurden Forderungen und Empfehlungen zum Musischen Prinzip beschlossen. Die Arbeitsgruppen befaßten sich mit den Möglichkeiten von Aufbau und Erhalt eines Chores oder Orchesters, der Stellung des SV in der Universität, der Mitgliedschaft von Damen und der Umformung von Struktur und Leben einer Verbindung nach rein musischen Gesichtspunkten. Wichtige Resultate dieses Vertretertages waren die Einrichtung einer zentralen Informationsstelle des SV zur Unterstützung der Mitgliederwerbung, die der SV-Zeitung in Aachen angegliedert wurde, und eine Musikzentralkartei zur Förderung der Musikarbeit im SV.

Auf einer Informationstagung des SV in Clausthal-Zellerfeld drängte sich die Frage über die Aufnahme von Damen als Vollmitglieder erstmalig in den Vordergrund. Der folgende Vertretertag 1970 in Mannheim stellte zwar die Unabhängigkeit der einzelnen Bünde heraus, lehnte aber das allgemeine Verkehrsrecht für Damen im SV ab. Der gleichzeitig tagende VASV beschloß, die Aufnahme von weiblichen Mitgliedern in die aktiven Bünde vorerst auszuschließen. Eine Ausnahme bildete allein die Studentengruppe 69 in Frankfurt, der die bereits praktizierte Aufnahme von Damen zur Sammlung von Erfahrungen mit dem Gemischtbund gestattet wurde.

Diesen Beschlüssen folgten in einer Reihe von SV-Verbindungen interne Auseinandersetzungen um die Damenfrage und eine angeregte, kontroverse Diskussion in der SV-Zeitung.

Im April 1971 kam es auf dem gemeinsamen Vertretertag des SV und VASV zu den „Kieler Beschlüssen“. Der aktive SV gab die Aufnahme von Studentinnen in die Mitgliedsverbindungen intern frei, während der VASV sie generell ablehnte und die aktiven Bünde aufforderte, sich dementsprechend zu verhalten.

Nachdem die AMV Würzburg 1971 ihr renoviertes Haus einweihen konnte, fand dort vom 13. bis 18. Juli 1972 das Doppeljubiläum zum 100. Stifungsfest der AMV Würzburg und zum 105. Stiftungsfest des SV statt. Fast 1.000 Verbandsmitglieder und Gäste waren zu dem großen Fest gekommen, das insbesondere den Aktiven die bekräftigende Einheit des Verbandes fühlbar machen sollte. Wiederum prägten neben den gesellschaftlichen Höhepunkten die musischen Darbietungen das Programm. Vor dem Hintergrund der Hochschulprobleme und der studentischen Unruhen Ende der 60er Jahre schob sich im SV eine Diskussion um "Korporation und Universität". Es schien an der Zeit, den Platz von Studentenverbindungen neu zu definieren. Auf dem Vertretertag 1973 des VASV in Erlangen wurde AH Paul Guillery (K, ER, R) zum neuen Vorsitzenden gewählt; sein Vorgänger, AH Karl Wibbelmann (GÖ, HH), wurde Ehrenvorsitzender des VASV.

Im Jahr darauf legte der neue Vorstand einen revidierten Entwurf der VASV-Satzung zur Diskussion in den Altherrenverbänden vor.

Unter der zwei Geschäftsjahre dauernden SV-Präsidenschaft von Bernd Schultheiß (F) kam es zur vorläufigen Entscheidung über die Damenfrage. Der Vertretertag 1975 in Münster hatte ein Gutachten des Verbandsschlichtungsamtes über die Wirkung der Kieler VASV-Beschlüsse gegenüber dem aktiven SV angefordert; außerdem wurde eine Kommission zur Überprüfung der SV-Satzung eingesetzt. Daraufhin konnte ein außerordentlicher Vertretertag des SV im Januar 1976 Entscheidungen treffen. In den „Bonner Beschlüssen“ wird die Vollmitgliedschaft von Studentinnen in den Mitgliedsverbindungen anerkannt; den Verbindungen, die die Aufnahme von Damen nicht praktizieren, ist die Festlegung der Stellung der andernorts aufgenommenen Damen ins eigene Ermessen gestellt. Damit standen sich SV und VASV in der Damenfrage gegensätzlich gegenüber.

Im Sommer 1976 mußte der SV von seinem Ehrenphilister AH Georgi (GÖ, AC) Abschied nehmen. Die durch seinen plötzlichen Tod vakante Aufgabe der Schriftleitung der SV-Zeitung wurde geteilt: Die Schriftleitung selbst wechselte in die Hände verdienstvoller Alter Herren, während die Redaktion und Anzeigenverwaltung von Frau Elisabeth Georgi in Aachen betreut wurde.

Der Vertretertag des VASV 1976 in Tübingen brachte lange und sachliche Diskussionen über den neugefaßten Satzungsvorschlag. Neu eingefügt wurde die Präambel über den Wahlspruch „Lied - Freundschaft - Vaterland“ und die Festschreibung von „Lebensbund“ und „Männerbund“. Die ausdrückliche Aufnahme des Männerbundgedankens war vor allem eine Reaktion auf die Bonner Beschlüsse des aktiven SV.

Einen großen musikalischen Höhepunkt stellte die konzertante Mitwirkung von über 100 SVern unter der Leitung von AH Katzenberger (M1, INN) und AH Schallehn (DA, INN) beim 17. Chorfest des Deutschen Sängerbundes 1976 in Berlin dar, in dessen Rahmen die AMV Berlin ihr 120. Stiftungsfest feierte.

Nachdem noch Anfang der 70er Jahre das musische Prinzip heftig diskutiert worden war, war diese Veranstaltung der Auftakt für eine ganze Reihe von musikalischen Unternehmungen im SV. So fand im Juli 1978 in Mainz ein Konzert mit dem „Mittelrheinischen Kammerchor“ statt, der 1977 von Hilger Schallehn aus SVern gegründet worden war. Neben verbindungsinternen Konzertabenden und den SV-Musikwochenenden wurde auf das Musikwochenende 1980 hingearbeitet, bei dem eine SV-Schallplatte aufgenommen wurde.

Auf dem Vertretertag 1978 wurde Alexander Schwab (M1) zum SV-Präsiden gewählt. Im Laufe seiner Amtszeit betonte er immer wieder die Zusammengehörigkeit im SV, spornte die musischen Aktivitäten an und benutzte die SV-Zeitung als Organ, alle SVer zu erreichen. Erste Erfolge zeigten sich auf dem Vertretertag 1979, zu dem Vertreter aller Mitgliedsbünde kamen.

Seine Nachfolger nahmen seinen Appell auf, auf die Belebung des SV hinzuwirken. Obwohl der Erfolg in den einzelnen Verbindungen sehr unterschiedlich war, konnte für das Verbandsfest 1982 große Begeisterung entfacht werden. Das im Juni 1982 in Nürnberg abgehaltene Fest wurde zu einem Höhepunkt in der SV-Geschichte. Die 2.000 Teilnehmer erlebten ein vom SV-Geist geprägtes Fest, das wieder aus gesellschaftlichen, korporativen und musikalischen Elementen zusammengesetzt war.

Im Jahre 1984 legte Hilger Schallehn (DA) nach 8jähriger Tätigkeit sein Amt als SV-Musikwart nieder und wurde von AH Uwe Schmidt (MZ) abgelöst.

Der VASV hatte das Amt des 1. Vorsitzenden im Jahre 1984 neu zu besetzen, nachdem der VASV-Vorsitzende Gerald Wenzl (M1, R) kurz vor seinem 60. Geburtstag plötzlich verstorben war. AH Ernst Roth (MR, MZ) wurde an die Spitze des VASV berufen. Nach einigen Jahren des Ruhens rückte die Damenfrage auf diesem Vertretertag wieder in den Vordergrund. Anlaß war die Aufnahme von philistrierten Damen in den AHV Göttingen. Nach kontroverser Diskussion zog der AHV Göttingen einen Antrag auf Änderung der VASV-Satzung zurück. Der Vertretertag bekräftigte die Beibehaltung des Männerbundprinzips mit 71 gegen 60 Stimmen. Am 24. April 1985 forderte der VASV-Vorstand den AHV Göttingen auf, seine satzungswidrigen Schritte zurückzunehmen. Göttingen blieb aber bei seiner Linie, und so wurde auf einem außerordentlichen Vertretertag am 26. Oktober 1985 in Würzburg der Antrag auf Ausschluß des AHV Göttingen gestellt. Er erreichte jedoch nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Daraufhin trat der VASV-Vorstand geschlossen zurück. Nach einigem Hin und Her wurde die sofortige Neuwahl beschlossen. AH Roth wurde mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt.

Der ordentliche Vertretertag 1986 des VASV hatte wiederum über Ausschlußanträge zu beschließen, die neben dem AHV Göttingen auch Hannover und Frankfurt betrafen. Während für die beiden letzteren die Stimmenmehrheit nicht zustande kam, wurde beschlossen, den AHV Göttingen zum 31. Dezember 1987 aus dem VASV auszuschließen, falls er nicht bis dahin seine Satzung in Übereinstimmung mit der VASV-Satzung gebracht hat. Auf einem außerordentlichen Vertretertag des VASV am 19. Dezember 1987 in Würzburg wurde Göttingen mit dem einstimmigen Votum aller Altherrenverbände bis zum 31. März 1988 noch einmal die Gelegenheit gegeben, durch die Neugründung eines Vereins Alter Herren (VAH) im VASV zu verbleiben.

Mittlerweile konnte sich der aktive SV über die Reaktivierung der Verbindungen in Münster und Berlin freuen; die Studentengruppe 69 in Frankfurt konnte sich jedoch nicht länger am Leben halten.

Insgesamt zeigte sich in den letzten Jahren überwiegend ein Aufwärtstrend, was die Mitgliedersituation in den Verbindungen und auch das korporative Interesse angeht. Hiermit eng verknüpft ist ein wachsendes Zusammengehörigkeitsgefühl im SV, das sich durch eine nie gekannte Reisefreudigkeit der Verbandsmitglieder ausdrückt. Die SV-Veranstaltungen Musikwochenende, Pfingstsegeln, Rallye, Skipokal und Theaterwochenende sind gut besucht.

Aus Anlaß des 120jährigen Bestehens des SV sollte wiederum ein Verbandsfest stattfinden. Aus organisatorischen Gründen wurde es in das Jahr 1988 gelegt und im Hinblick auf die Spannungen durch die noch ungelöste Damenfrage in kleinerem Rahmen als die vorangegangenen Feste konzipiert; an dem "Kleinen SV-Fest" in Lorsch an der Bergstraße nahmen dann ungefähr 300 SVer teil.

Während dieses SV-Festes erschien die 1. Auflage des SV-Handbuches, die unter Federführung von Vbr. Peter Friedrich Haberkorn (M1, INN) von den SV-Präsiden der Jahre 1985-1987 herausgegeben wurde. Das Handbuch fand großen Anklang und erfuhr, auch von Seiten anderer Korporationsverbände, sehr positive Kritiken.

Der VASV ehrte in den Jahren 1987 und 1988 zwei seiner verdientesten Verbandsbrüder mit der neugeschaffenen „SV-Ehrennadel in Gold“: zunächst AH Harro Braun (M1, INN), der seit der Wiederbelebung des SV nach dem 2.Weltkrieg in verschiedensten Funktionen für den Verband tätig war, und dann AH Dieter Costard (HH, Gre) als Verwalter der Entwicklungshilfe und langjähriges Mitglied im VASV-Vorstand.

Bis zum kleinen SV-Fest 1994 in Sondershausen

Die Jahre seit 1988 haben dem Sondershäuser Verband erneut einschneidende Veränderungen gebracht. Wichtigstes äußeres Merkmal war die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Schon in den Monaten davor waren erste Kontakte nach Sondershausen geknüpft worden, die es ermöglichten, am 10. November 1990 zum ersten Mal wieder einen SV-Vertretertag in der „Heimatstadt“ des SV abzuhalten. Im Rahmen des Musikwochenendes 1991 fand eine SV-Matinee im Achteckhaus am Sondershäuser Schloß statt, und der aktive SV beschloß 1991, seinen Vertretertag in regelmäßigem Turnus alle zwei Jahre in Sondershausen durchzuführen.

Der VASV richtete in seinem erweiterten Vorstand den Posten eines Beisitzers für Sondershausen ein, der von AH Werner Holzberger (GÖ) wahrgenommen wird. AH Holzberger organisierte umgehend die Restaurierung des 1929 errichteten SV-Ehrenmals auf dem Plateau der Hainleite am Rondell in der Nähe des Possen, das im Rahmen einer Gedenkstunde während des SV-Vertretertages 1991 neu eingeweiht wurde.

Schon bald nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze wurde der Versuch begonnen, ehemalige SV-Verbindungen an ostdeutschen Universitäten wiederzubeleben. Als erstes konstituierte sich ein neuer AHV Arion Dresden, und ein kleiner Kreis von Studenten an der Dresdener Universität konnte an den Verband herangeführt werden, die sich 1992 dank des Engagements der Verbandsbrüder Karl-Heinz Hönes (S, DD) und Otto Vitzthum (ER, DD) als AMV Arion Dresden konstituierten. Ebenso gelang es aber auch in Regensburg auf Initiative von Vbr. Franz Brenner (R), die AMV Regensburg wiederzugründen, die dann 1993 auf dem Vertretertag in Innsbruck endgültig in den SV aufgenommen wurde.

AH Dietrich Heinemann (MS), der seit 1976 das SV-Pfingstsegeln organisiert, verlegte den Segelort unmittelbar nach dem Zusammenbruch der DDR nach Plau am See in Mecklenburg, wo seit 1991 vom Segelschulhafen Plau aus das Pfingstsegeln stattfindet.

Schon bald nach dem SV-Fest in Lorsch begannen die Vorbereitungen für ein großes Verbandsfest zum 125-jährigen Bestehen des Sondershäuser Verbandes. Als Festort wurde Mannheim ausgewählt, und der 2. Vorsitzende des VASV, AH Dr. Reinhard Lenz (M1), übernahm die Organisation. Am Pfingstwochenende 1992 feierten ungefähr 850 SVer im Mannheimer Rosengartenzentrum das Jubiläum des Verbandes. Pünktlich zu diesem besonderen Ereignis erschien die von Vbr. Gerhard Seher (MS) verfaßte SV-Chronik „125 Jahre Sondershäuser Verband“. Zu diesem Fest war eigens eine Delegation aus Sondershausen unter der Leitung von Bürgermeister Kreyer nach Mannheim angereist, die während des langen und fröhlichen Kommerses am Samstagabend dem SV-Präsiden, Vbr. Gerhard Seher (MS), ein Sondershäuser Stadtwappen als Geschenk überreichte.

Zwar war das Mannheimer Verbandsfest von Seiten der Alten Herren nicht so gut besucht worden, wie es sich die Organisatoren erhofft hatten, aber die fröhliche Festatmosphäre legte doch mit einen Grundstein für wichtige Entscheidungen, die der Verband in den kommenden Monaten traf. Zunächst tagte der Vertretertag 1992 des aktiven SV wieder in Sondershausen und nahm dort wesentliche Satzungsänderungen vor, die die Gleichstellung der Studentinnen im Verbandsleben betonen, gleichzeitig aber jedem Bund eine individuelle Entwicklung auf der Grundlage der jeweils eigenen Traditionen und Überzeugungen garantieren. In diesem Sinne wurde auch das SV-Präsidium den Verbandsschwestern zugänglich gemacht, die nun das Amt eines der beiden Stellvertreter bekleiden können (denn gleichzeitig wurde beschlossen, zusätzlich zum Kassenwart (SV-xx) nun auch den Schriftwart (SV-xxx) zum Stellvertreter des SV-Präsiden zu erheben).

Bei der anschließenden Wahl des SV-Präsidiums für das Jahr 1993 konnte so neben die Vbr. Felix Gunkel (MR, SV-x) und Günter Hölscher (MR, MS, SV-xx) mit Ute Insa Balshüsemann (MR, S, SV-xxx) erstmals eine Verbandsschwester in das SV-Präsidium berufen werden. Daß diese Wahl das Votum aller Delegierten erhielt, zeigt, in welchem Maße das Verbandsleben von Konstruktivität und Toleranz geprägt war.

Auch der VASV bewegte sich auf eine Entscheidung in der Damenfrage hin. Ein Antrag des AHV Freiburg auf Streichung des Männerbundprinzips aus der Präambel der VASV-Satzung hatte zur Einsetzung einer Kommission geführt, die einen konsensfähigen Vorschlag zur Satzungsänderung erarbeiten sollte. Dieser Vorschlag ermöglichte die Aufnahme philistrierter Damen in die Altherrenverbände der gemischten SV-Bünde – und empfahl damit die Streichung des Männerbundprinzips; im Gegenzug erweiterte er das Gestaltungsrecht der einzelnen Verbindungen und ergänzte den VASV-Vorstand um einen 2. stellvertretenden Vorsitzenden. Dieser Vorschlag wurde von einem außerordentlichen VASV-Vertretertag am 5. Juni 1993 in Marburg einstimmig angenommen.

Auf einem zeitgleich in Marburg abgehaltenen außerordentlichen Vertretertag übernahm der aktive SV die veränderte Präambel der VASV-Satzung. Beide Verbände verpflichteten sich, Änderungen im wesentlichen Gehalt des Verbandslebens nur gemeinsam vorzunehmen. Mit der gemeinsamen Verabschiedung einer Erklärung für die Zukunft des SV zog der Verband einen Schlußstrich unter die Debatte um die Damenfrage, die den SV in 22 Jahren mehrfach an den Rand der Spaltung getrieben hatte.

Der Sondershäuser Verband konnte nun unbelastet in die vor ihm liegenden Jahre gehen und sich auf die eigentlichen Fragen des Verbandslebens konzentrieren.

Im folgenden standen nun vor allem die Werbung neuer Mitglieder, die Vermittlung von Kenntnissen an junge Aktive und die Gestaltung des musischen und korporativen Lebens im Vordergrund. In diesem Sinne wurde auf dem Vertretertag 1993 in Innsbruck nach langer Zeit wieder eine Fuxmajor-Tagung abgehalten, die sich mit Fragen der Werbung und Informationsweitergabe an Jungaktive beschäftigte. Diese Veranstaltung fand von allen Seiten großen Zuspruch, deshalb wurde die zweijährliche Einberufung einer Fuxmajor-Tagung beschlossen.

Pfingsten 1994, zum 100. Jahrestag des ersten Kartellfestes (1894 in Sondershausen), beging der Verband zum ersten Mal nach Öffnung der innerdeutschen Grenze wieder ein Verbandsfest in Sondershausen. Erstmals hauptsächlich von aktiven SVern unter der Leitung von Verbandsbruder Felix Gunkel (MR, SV-x 1993) organisiert stand es ganz im Zeichen des Theaterspiels.

Bis zum SV-Fest 1997 in Sondershausen

Zum Jahreswechsel 1994/1995 erfolgte gleichzeitig mit einer Änderung seiner Struktur ein Wechsel des VASV-Vorstandes. Um der Aufnahme von gemischten Philistriertenverbänden in den VASV Rechnung zu tragen, wurde bestimmt, daß jeweils ein stellvertretender Vorsitzender einem Männerbund, der andere einem Gemischtbund angehört: An die Stelle des nach zehnjähriger verdienstvoller Tätigkeit ausscheidenden Ernst Roth (MR, MZ) trat als neuer Vorsitzender des VASV sein bisheriger Vertreter Dr. Reinhard Lenz (M1) mit den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Peter Christlein (M1, MZ) und Dr. Ulrich Kumme (TÜ, GÖ). Gleichzeitig wurde Ernst Roth zum Ehrenmitglied und später dann auch zum Ehrenvorsitzenden des VASV ernannt.

Im Jahre 1995 verlor der Sondershäuser Verband durch den Tod von Günter Kujath (Gre, AC, BO, CLZ, DD) und Elisabeth Georgi zwei Menschen, die sich vorbildlich um den Verband verdient gemacht hatten. Günter Kujath war neben der Gründung der SV-Entwicklungshilfe auch an den Gründungen der Aktivitates in Aachen, Bochum und Clausthal-Zellerfeld beteiligt. Elisabeth Georgi (seit 1993 Ehrenaktive des SV) übernahm nach dem Tod ihres Mannes im Sommer 1976 die Redaktion der SV-Zeitung und führte sie im Sinne ihres Mannes weiter. Heute teilen sich die Verbandsbrüder Uwe Schlegel (AC, DD) und Wolfgang Sauerbrey (AC, DD) die redaktionelle und organisatorische Arbeit.

Im Sommer 1995 gab die Zentralkartei des SV unter der Leitung von Wolfgang Sauerbrey (AC, DD) ein neues Anschriftenbuch des VASV mit den Adressen seiner ca. 4.000 Mitglieder heraus.

Parallel zu diesen Ereignissen konstituierte sich anläßlich des 3. Stiftungsfestes der AMV Arion Dresden auf Anregung der Verbandsbrüder Thilo Eisermann (MS, BO, SV-x 1995) und Jens Martin (KI, MS, BO, SV-xxx 1995) und unter der Leitung von Verbandsbruder Dr. Otto Vitzthum (ER, DD) das AKAD (Aktionskomitee Arion Dresden), das sich zum Ziel gesetzt hatte, eine überlebensfähige Aktivitas aufzubauen. Dank des Engagements vieler Aktiver und Alter Herren aus Gemischt- und Männerbünden, von denen einige inzwischen zweitaktiv wurden, konnten in Dresden Semesterprogramme erstellt und interessante Veranstaltungen durchgeführt werden. Jetzt erschien es an der Zeit, die zukünftigen Aktivitäten durch die Anmietung eigener Verbindungsräumlichkeiten zu erleichtern. Seit April 1996 steht der AMV Arion in der Könneritzstraße im Herzen Dresdens ein Wohnheim mit Kneipsaal zur Verfügung. Im Mai desselben Jahres gab sich die Aktivitas eine neue Satzung und wurde auf dem Vertretertag 1996 in Göttingen endgültig in den SV aufgenommen.

Obwohl 1995 auf dem Vertretertag in Sondershausen turnusgemäß eine Fuxmajor-Tagung stattgefunden hatte, führte das SV-Präsidium 1996 gleich im Jahr darauf wieder eine solche Veranstaltung im Rahmen des Vertretertages durch. Aufgrund der in beinahe allen Verbindungen des SV rückgängigen Mitgliederzahlen erschien ein erneuter Gedankenaustausch zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit und Intensivierung der Mitgliederwerbung dringend erforderlich. Um SV-weit die Öffentlichkeitsarbeit der Bünde unterstützen und koordinieren zu können, beschloß dieser Vertretertag auf Antrag des SV-Präsiden Helmut Schlager (WÜ, DD), in der SV-Satzung das Amt eines SV-Pressewartes zu verankern. Dieser Initiative schloß sich der VASV an und stellte innerhalb seiner Vorstandschaft ebenfalls einen Pressewart. Zudem öffnete sich auch der Sondershäuser Verband mit der Einrichtung einer eigenen Homepage (http://www.sv.org) im Internet den modernen Medien und richtete, nachdem die erste Mailingliste von 1994 nicht mehr existierte, eine neue ein, die allen "vernetzten" SVern offensteht. Beides ist der Initiative der Verbandsbrüder Boris Haluszczynski (WÜ, DD, SV-xxx 1996) und Henning Schmiedehausen (ER) zu verdanken.

Die kommenden Monate standen nun ganz im Zeichen der Vorfreude auf das große Verbandsfest 1997 in Sondershausen, mit dessen Vorbereitung bereits der Vertretertag 1995 die Verbandsgeschwister Frank von der Ohe (GÖ, DD), Kathrin Brüschke (GÖ, DD) und Gerald Hirsch (GÖ, DD) betraute. Sie wurden später auch zum SV-Präsidium für das Jahr 1997 gewählt.

Der SV im neuen Jahrtausend von 2000 bis 2010

Dieser Text ist gerade in der Erstellung.

Die SV-Veranstaltungen

Ascaniade - Kammermusikpreis des SV

SV-Amtsübergabe

SV-Bühnenfestival

SV-Fuxenwochenende

SV-Musikwochenende

SV-Pfingstsegeln

SV-Rallye

SV-Skipokal

SV-Theaterworkshop

SV-Vertretertag

Verbandsfest

Die Verbandsstruktur

Der Verband Alter SVer (VASV)

Im Gegensatz zum aktiven SV ist der VASV ein eingetragener Verein mit Sitz in München. Seine Aufgaben sind wie folgt beschrieben:

  • den SV in seinen Grundsätzen zu bewahren und zu verbreiten,
  • die Bindungen zwischen den Altherrenverbänden, Ortsverbänden und aktiven SV-Verbindungen zu erhalten und zu fördern und
  • die Interessen des Verbandes nach außen zu vertreten.

 

Einrichtungen und Organe des VASV

Das oberste Organ des VASV ist der Vertretertag, der alle zwei Jahre stattfindet. Zu seinen Aufgaben zählt u.a. die Wahl des Vorstandes, Satzungsänderungen und die Genehmigung des Haushaltsplanes.

Nach dem Studium werden die Verbandsgeschwister philistriert und dadurch Mitglied im Altherren- bzw. Philisterverband der jeweiligen Verbindung. In der Regel verlassen sie dann ihre Hochschulstadt und den Sitz ihrer Verbindung. Der Altherrenverband ist also meistens über viele Orte verstreut. Daher haben sich in ca. 75 Städten SVer zu sogenannten Ortsverbänden (OV) unterschiedlicher Größe zusammengeschlossen. Sie bilden tragende Säulen des Verbandslebens außerhalb der Verbindungen und nicht zu unterschätzen für den Zusammenhalt des Verbandes.

Mitte der 60er Jahre wurde die „Entwicklungshilfe des SV/ VASV“ ins Leben gerufen. Es lag die Idee zugrunde, einen Fonds zu bilden, aus dem der Erwerb, der Neubau und größere Instandsetzungen an Verbindungshäusern des SV finanziert werden können. Mit Hilfe dieses Fonds konnte schon vielen Altherrenverbänden geholfen werden.

Das Anliegen der „Hans-Kiehn-Stiftung“ ist es, in Not geratenen SVern oder Angehörigen von SVern problemlos Hilfe zu geben. Darüber hinaus wird auch geholfen, wenn einzelne SV-Verbindungen im begrenzten Umfang Darlehen oder Zuschüsse benötigen, die für das Verbindungsleben notwendig sind.

Erkennungszeichen des SV

Folgende Erkennungszeichen gibt es im Sondershäuser Verband:

  • SV-Nadel,
  • SV-Fahne,
  • SV-Wappen,
  • SV-Lied.

Die SV-Nadel besteht aus einer dreieckigen silbernen Pyramide, die am rechten Revers getragen wird. Sie symbolisiert durch die Dreiseitigkeit die drei Prinzipien Lied-Freundschaft-Vaterland einerseits, durch die Asymmetrie die Unteilbarkeit von Prinzipien und Verband andererseits. Jedes Mitglied erhält sie bei der Aufnahme von seiner SV-Verbindung, wodurch er sich jederzeit als SVer erkennbar machen kann. Vom VASV-Vorstand kann als Ehrung für verdiente SVer die „SV-Ehrennadel in Gold“ bzw. die „Silberne SV-Ehrennadel“ verliehen werden.

Ein weiteres Erkennungszeichen unseres Verbandes ist die SV-Fahne, die die Farben blau und weiß zeigt. Bei Veranstaltungen des Verbandes sollte diese Fahne nach Möglichkeit am jeweiligen Verbindungshaus aufgezogen werden. Zusätzlich besitzt der SV eine prachtvolle und sehr wertvolle Traditionsfahne, die im SV-Raum des Sondershäuser Schlosses aufbewahrt wird.

Das SV-Wappen ist heute ein vielverwendetes Erkennungszeichen, ebenfalls in den Farben blau und weiß. Es wird auf offiziellen Briefköpfen verwendet, schmückt das Titelblatt der SV-Zeitung und anderer Veröffentlichungen des Verbandes und fehlt natürlich auch auf dieser Homepage nicht.

Wie anderer Korporationsverbände auch, besitzt der Sondershäuser Verband ein eigenes Verbandslied, das SV-Lied. Der Text stammt von Heinrich Geffken (L) und Martin Zillich (HAL) aus dem Jahr 1890. Die Melodie komponierte Simon Breu (WÜ). Seit dieser Zeit begleitet das Lied den SV und wird auch heute noch bei vielen Gelegenheiten gesungen. Nur bei der zweiten Strophe des Verbandsliedes verstummen heute die Stimmen (sine voce). Nach einem seit dem 2. Weltkrieg eingeführten Brauch gilt sie so als Trauersilentium, zum Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Verbandsgeschwister.
Den Text des Verbandsliedes finden sie unter Der Verband/ Lied

Organe und Veranstaltungen des SV

Der SV-Vertretertag ist das beschlußfassende Organ des Verbandes. Das Gremium, das aus Vorstand und Vertretern der einzelnen Bünde zusammengesetzt ist, tagt jährlich gegen Ende des Jahres. Jedes zweite Jahr findet der Vertretertag in Sondershausen statt. Wichtigste Aufgabe des Vertretertages ist die Neuwahl des SV-Präsidiums und die Festlegung der SV-Veranstaltungen. Da bei dieser Veranstaltung Vertreter so gut wie aller SV-Verbindungen anwesend sind, dient es auch der Kontaktpflege und dem Erfahrungsaustausch.

Neben kulturellen Veranstaltungen bietet der SV auch eine Reihe weiterer Veranstaltungen.

Prinzipien des SV und VASV

Drei Prinzipien haben sich als Ziele des Verbandes im Laufe der Zeit im Bewußtsein und im Leben unserer Verbindungen verankert. Sie bilden die Grundlage, auf welcher der Zusammenschluß als Dachverband steht, und jede Verbindung, die Mitglied des Verbandes ist oder die Aufnahme in den Verband beantragt, verpflichtet sich, sie einzuhalten und die Ziele der Verbindung mit den Prinzipien des Verbandes in Einklang zu bringen. Sie haben den SV seit seiner Gründung begleitet und sind heute noch so aktuell wie damals. Dennoch darf man sie nicht außerhalb ihres geschichtlichen Zusammenhanges sehen.

Ursprung
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts gewannen Sänger- und Turnervereinigungen zunehmend Einfluß auf die Gesellschaft. Zunächst waren sie eine Einrichtung bürgerlicher Kulturpflege, doch bald bildeten sich auch studentische Gruppen, die auf dem Gebiet der Musik insbesondere den Männergesang pflegten. Zweck dieser Zusammenschlüsse sollte die Bereicherung des kulturellen Lebens an den Universitäten sein. Organisiert waren sie nach dem Muster der bürgerlichen Gesangvereine. So konnte jeder Student, auch Korporationsstudenten, Mitglied einer Liedertafel werden.

Die einzelnen Vereinigungen hatten in der ersten Zeit ihres Bestehens keinen Kontakt untereinander. Das änderte sich, als die Gesangvereine an den Hochschulen 1865 Abordnungen zum ersten Deutschen Sängerfest nach Dresden schickten. Das Fest wurde zu einer Manifestation nationalen Einigungsstrebens. Dabei lernten sich die Akademische Liedertafel Berlin und der Akademische Gesangverein München kennen, und sie beschlossen noch im Eindruck der Veranstaltung 1867 den ersten Kartellvertrag Schon damals war die Perspektive der Erweiterung um weitere Gruppen, die sich anschließen konnten, im Kartellvertrag enthalten. Die Urzelle des SV war geboren.

Zunächst war der Zweck dieses eher losen Zusammenschlusses der beiden Gruppen die „Förderung ihrer Vereinsinteressen“. Dazu gehörte der Austausch von Noten und von Musikstücken, die für den jeweils anderen Verein komponiert wurden. Außerdem wurde die gegenseitige Übernahme von Mitgliedern vereinbart. Damit waren die Prinzipien des SV durch seine Entstehung schon vorgegeben. „Lied – Freundschaft – Vaterland“ standen zwar nicht in den Statuten des Kartellvertrages, aber auch ohne ausdrückliche Erwähnung waren sie Bestandteil des Denkens, allein aus der gesellschaftlichen Situation der Zeit heraus:

Lied – der Austausch von Noten diente der Pflege der Musik als Vereinszweck;

Freundschaft – der Austausch von Mitgliedern sollte die Freundschaft der Vereine untereinander stärken;

Vaterland – das nationale Streben nach Einigung beschränkte sich nicht nur auf die Universitäten, war aber auch dort, wie in weiten Kreisen der Gesellschaft, gerade Ziel der fortschrittlichen Kräfte, zu denen auch die Verbindungen zählten.

Entwicklung bis heute
In den folgenden Jahren vollzog sich in den Vereinen, die sich dem Kartell angeschlossen hatten, der Schritt vom Verein zur Korporation. Das führte dazu, daß die Zugehörigkeit der Mitglieder zu anderen studentischen Korporationen ausgeschlossen wurde. Die Pflege studentischer Geselligkeit wurde neben der Musik zum Zweck des Zusammenschlusses. Der Schritt zur Korporation führte auch zur lebenslangen Mitgliedschaft. Die Freundschaft festigte sich über das Studium hinaus, und man hielt über den Philister- oder Altherrenverband den Kontakt zu seinem Verein, zu seiner Verbindung.

Die Festigung des Selbstverständnisses der Verbindungen führte parallel zu einer inneren Festigung des Verbandes. Auf dem Kartelltag 1914 wurden sechs Leitsätze verabschiedet, die das Wesen des SV umrissen und allgemeingültig für die Mitgliedsverbindungen des Sondershäuser Verbandes wurden.

Lied
Als erster Punkt wurde in diesen Leitsätzen das musikalische Prinzip, das Prinzip Lied neu definiert. Es wurde festgelegt, „daß durch die Pflege der Musik [...] und durch die Pflege jeder anderen Kunst, die geeignet ist, zum würdigen Ausdruck studentischer Lebensfreude zu dienen, den Mitgliedern eine edle Geselligkeit geboten werden solle.“ Die Pflege der Musik war also nicht mehr Selbstzweck, sondern diente der Geselligkeit und sollte den Zusammenhalt und die Freundschaft stärken. Damit ging man über den anfänglichen Zweck der Zusammenschlüsse zu studentischen Gesangvereinen weit hinaus; denn diese waren erfolgt, um besonders den Gesang und das deutsche Liedgut zu pflegen. Es wurde einer Entwicklung Rechnung getragen, die der Instrumentalmusik einen großen Raum neben der Vokalmusik eingeräumt hatte. Aber diese Definition bedeutete noch mehr, wurde doch mit ihr aus dem musikalischen ein umfassendes musisches Prinzip, das bis heute seine Gültigkeit besitzt; denn neben die Pflege der Musik ist noch das Theaterspiel getreten, und auch Tanz und bildende Künste haben in dieser Definition einen Platz gefunden.

Freundschaft
Mit der Diskussion des Schwarzen Prinzips ergab sich auf den Kartelltagen bis 1914 fast automatisch eine SV-spezifische Erklärung des Prinzips Freundschaft. Das Farbentragen – als äußeres Zeichen der Zusammengehörigkeit – wurde in den oben genannten Leitsätzen abgelehnt, und zwar mit dem Ziel der Förderung innerer Verbundenheit, die ihren Ausdruck findet in dem „Zusammenschluß der Mitglieder durch treue Freundschaft und ihre Erziehung [...] auf der Grundlage einer freiheitlichen, aber verantwortungsbewußten akademischen Bildung.“ Es wurde beschlossen, „daß Kneipjacken oder studentische Kopfcouleur bei öffentlichem Auftreten nicht getragen werden sollten.“ Dieses gilt bis heute für unseren Verband, jedoch ist das Tragen von Chargenwichs bei internen Kneipen und Kommersen durchaus möglich.

Freundschaft ist keine Frage der „Uniformierung“, doch kann das verantwortungsbewußte Führen von Farben das Zugehörigkeitsgefühl der Mitglieder zur Verbindung stärken. Gemeinsame Ziele schaffen gemeinsame Interessen über das Verbindungsleben hinaus und gerade dieses schafft persönliche Freundschaften, die sich auch in den Kontakten der Verbindungen untereinander niederschlagen.

Auch andere Fragen, die damals den Verband beschäftigten, wurden mit Leitsätzen in eine allgemeingültige Form gebracht. So wurde bei voller Satisfaktionsfähigkeit der einzelnen Mitglieder die Bestimmungs- und Verabredungsmensur abgelehnt. Auch der Bierzwang wurde für den SV aufgehoben, um auch Mitglieder aufnehmen zu können, die dem Alkohol nicht oder nur gelegentlich fröhnen wollten. Das war eine Praxis, die damals nur von sehr wenigen Verbindungen geübt wurde. Damals beschloß der Kartelltag auch die Förderung des Sports, um den Zusammenhalt der Mitglieder über die Musik hinaus weiter zu festigen. Besonders die damals modernen Sportarten, wie Wandern, Segeln, Turnen, Tennis und Skilauf standen im Mittelpunkt der Diskussion.

All diese Leitsätze hatten aber nur das Ziel, den Zusammenhalt des Verbandes und der angeschlossenen Verbindungen zu konsolidieren. Durch die Definition gemeinsamer Ziele, mit denen sich alle identifizieren konnten, schuf man eine Basis, die allen Mitgliedern schnell Kontakte zueinander ermöglichte. Schon allein dadurch konnte das Prinzip Freundschaft mit Leben gefüllt werden.

Der Lebensbund, der mit der Gründung der Altherrenverbände in den einzelnen Verbindungen entstanden war, fand in der Gründung des Verbandes Alter SVer (VASV) seine Entsprechung für den Verband. Der lebenslange Kontakt der Mitglieder untereinander, wie er durch die Ortsverbände gesichert wird, ist auch heute noch die Grundlage des Prinzips Freundschaft im SV. Der Lebensbund, den die einzelnen Verbindungen unter ihren Mitgliedern durch den Übergang von der Aktivitas in den Altherrenverband pflegen, kann so auch die Freundschaft im Verband sichern.

Vaterland
Das Prinzip Vaterland ist der am schwierigsten zu fassende Begriff. Er ist auch derjenige, der sich im Lauf der Zeit am stärksten verändert hat.

Die Frage der Einigung der Deutschen Nation war der Ausgangspunkt für viele Verbindungen. Auch der SV wurde in dieser Situation gegründet. Der Krieg von 1870/71 bestärkte den Nationalismus in Deutschland, eine besondere Definition für Vaterland war damals überflüssig. Erst die beiden Weltkriege, besonders der zweite, veränderten das Bewußtsein nachhaltig. Vaterland war zu einem belasteten Begriff geworden, der nicht mehr verwendet wurde, oder aber einer Definition bedurfte.

Vaterland ist auch in unserer Zeit kein leeres Wort. Das nationale Element ist allerdings weitgehend durch andere Werte ersetzt. Vaterland kann für uns heute „das Stehen auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“. Auch das Streben heutiger Politik nach der Einheit Europas in nationaler Selbstbestimmung ist als politisches Ziel des SV denkbar, denn der Verband und die einzelnen Verbindungen wollen „dazu beitragen, daß ihre Mitglieder als verantwortungsvolle Menschen allen Problemen aufgeschlossen sind und Achtung vor dem Anderen und dessen Überzeugung haben.“ Der Sondershäuser Verband selbst „lehnt konfessionelle und parteipolitische Bestrebungen in der Gestaltung des Lebens seiner Mitgliedsverbindungen ab.“

Ein unpolitisches Leben ist dennoch in einem Verband mit einer gesellschaftlichen Aufgabe, wie sie sich der SV gestellt hat, nicht denkbar. Das Leben in dieser Gemeinschaft fordert kritische Auseinandersetzung mit Traditionen, um sie mit Leben füllen zu können. Ohne diese Traditionen ist aber auch der Fortbestand der fortschrittlichsten Gruppen gefährdet. Daß unsere Traditionen sich der heutigen Gesellschaftsform angleichen, ist ein organischer Vorgang, dem gesellschaftliche Normen in allen Bereichen des Lebens unterworfen sind.

Bei allem Wandel Kontinuität zu gewährleisten, ist die Aufgabe des Dachverbandes. Möglich wird dieses durch die drei Prinzipien Lied – Freundschaft – Vaterland. Sie sind Grundlagen, welche die Vielfalt der Strömungen in unserem Verband erhalten und Einheit durch Vielfalt garantieren. Nur dadurch ist ein Verband, der sich der kulturellen Arbeit verschrieben hat, so lebensfähig wie der SV. Das Selbstverständnis seiner Mitglieder hat sich in langer Zeit innerer Diskussion entwickelt, und das Bewußtsein, in einem Dachverband mit gleicher Zielsetzung trotzdem einen eigenständigen Charakter behalten zu können, hält uns alle zusammen.

Zentralkartei und SV-Zeitung

Mit der Sammlung von Adressen der aktiven und philistrierten Mitglieder wurde schon sehr früh begonnen. Zusammen mit der SV-Zeitung fördert die Zentralkartei den Zusammenhalt im Verband und ermöglicht praktisch an jedem Ort Kontakt mit SVern aufzunehmen. In unregelmäßiger Folge werden die Adressen als Anschriftenbuch herausgegeben. Seit 1990 wird die Zentralkartei von Wolfgang Sauerbrey (AC, DD) geführt.

Die erste Ausgabe der Kartell-Zeitung des Verbandes Deutscher Studentengesangsvereine erschien 1884. Seit 1916 trägt die Zeitschrift den Titel SV-Zeitung. Mit dieser Zeitung soll

  • ein lebendiges Bindeglied zwischen den Verbindungen, Altherrenverbänden und Ortsverbänden und den einzelnen Verbandsgeschwistern untereinander geschaffen werden,
  • eine Chronik entstehen, über alles was innerhalb unseres Verbandes geschieht und gedacht wird,
  • eine Visitenkarte unseres Verbandes nach innen und außen vorliegen, die das Verständnis für unsere Prinzipien wachhält und unser Verständnis zur studentischen, hochschulpolitischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Umwelt erkennen läßt.

Die Umsetzung dieser Ziele ist Aufgabe des Schriftleiters der SV-Zeitung. Seit 2003 liegt dieses Amt bei Ingo Dierck (KI, BN).

Ämter des Aktiven SV

(Auch wenn in den Beschreibungen der Ämter die männliche Schreibweise verwendet wird, so stehen diese doch auch Frauen offen!)

Der Vertretertag als Beschlußfassungsgremium wählt alljährlich den Verbandsvorsitzenden (SV-Präside, SV-x). Dieser bestimmt dann seine Mitarbeiter und Stellvertreter: den Schriftwart (SV-xxx) und den Kassenwart (SV-xx). Der SV-Präside ist allein geschäftsführend und für die Vertretung des Verbandes nach innen und außen zuständig. Er kann Aufgaben an einzelne SVer oder Verbindungen abgeben (z.B. die Organisation von Veranstaltungen).

Für die kulturelle Arbeit ist im SV der SV-Musikwart zuständig. Er leistet Hilfestellung für die einzelnen Verbindungen und berät auch den VASV. Er ist für die Durchführung der musischen SV-Veranstaltungen inhaltlich verantwortlich. Unterstützt wird er dabei durch Orchester- und Chorleiter bzw. spezielle Referenten (z.B. Theaterreferent).

Das Amt des SV-Pressewartes gibt es erst seit 1996. Zu seinen Aufgaben zählt die Außendarstellung des Verbandes (Erstellung von Informationsmaterial über den SV, Versand von Pressemitteilungen, inhaltliche Pflege der Homepage, Bearbeitung von Anfragen, Kontaktpflege zu Presse und Institutionen) sowie die verbandsinterne Kommunikation (Erstellung des SV-Pressespiegels, Durchführung von speziellen Seminaren, Hilfestellung bei Werbekonzepten).

Die Kontaktadressen der jeweiligen Amtsinhaber sind unter Kontakt/ Ansprechpartner SV zu finden.

Ämter des VASV

Der Vorstand besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand und den Beisitzern; gemeinsam bilden sie den erweiterten Vorstand. Der geschäftsführende Vorstand setzt sich zusammen aus:

  • dem 1. Vorsitzenden,
  • den zwei stellvertretenden Vorsitzenden,
  • dem 1. und 2. Schriftführer,
  • dem 1. und 2. Kassenwart.

Die Namen der jeweiligen Amtsinhaber sind unter Kontakt/ Ansprechpartner VASV zu finden.

Die Wahl erfolgt durch den VASV-Vertretertag für die Dauer von vier Jahren. Zuständig ist der geschäftsführende Vorstand für alle Angelegenheiten des Verbandes. Insbesondere obliegen ihm folgende Aufgaben:

  • für den SV grundsätzliche und wichtige Fragen aufzugreifen und bei der Erörterung solcher Fragen mitzuwirken,
  • Neugründungen von SV-Verbindungen und Ortsverbänden anzuregen und zu unterstützen,
  • eine Verbandszeitschrift herauszugeben,
  • eine Zentralkartei für alle Angehörigen des SV zu führen,
  • eine Sonderkasse einzurichten, aus der neuzugründende oder in Schwierigkeiten geratene SV-Verbindungen
    unterstützt und im Interesse des SV liegende Bestrebungen finanziell gefördert werden können (Entwicklungshilfe des SV/ VASV),
  • eine Kasse zu führen, aus der notleidende SVer bzw. deren Familien unterstützt werden (Hans-Kiehn-Stiftung),
  • die Beschlüsse des Vertretertages zu vollziehen,
  • den Vertretertag vorzubereiten und einzuberufen,
  • den Geschäftsbericht und den Haushaltsplan vorzulegen und
  • die Beisitzer vorzuschlagen.

Die Beisitzer im erweiterten Vorstand werden ebenfalls vom Vertretertag für den Zeitraum von vier Jahren unter Beachtung regionaler Aspekte gewählt. Darüber hinaus sind der Schriftleiter der SV-Zeitung, der SV-Musikwart, der Verwalter der Zentralkartei und der Referent für Entwicklungshilfe Beisitzer.

Die aktiven Verbindungen im SV

Folgende aktive Verbindungen sind im SV zusammengeschlossen:

AMV Arion Aachen

Kürzel: 
AC
Gruppe AMV Arion Aachen
Beschreibung: 

Die „Akademisch-Musische Verbindung Arion Aachen“ wurde am 1960 auf Anregung des Ortsverbandes (OV) Essen und dem Altherrenverband (AHV) der Sängerschaft Arion Dresden gegründet. Diese Sängerschaft wurde am 1919 als "StudentengesangsvereinArion im SV" ins Leben gerufen, mußte sich aber wie viele andere Verbindungen im Dritten Reich auflösen. Die Einrichtungen der Verbindungen wurden in der Nacht des 13. Februar 1945 zerstört.

Am 21. August 1955 wurde der AHV als Vereinigung Alter Dresdner Arionen neu gegründet. Fast alle Mitglieder dieser Vereinigung traten der Arion Aachen bei. Weitere SVer anderer Bünde schlossen sich an. Der aktive Bund übernahm neben den Namen auch die Farben und die Tradition der Sängerschaft Arion Dresden. In den 80er Jahren konnte der Bund ein neues Haus in unmittelbarer Nähe des Universitätshauptgebäudes am Templergraben, das neben den Verbindungsräumen auch acht Studentenzimmer beherbergt.

 

Ort

Templergraben 17
Aachen 52062
Deutschland
Phone: 0241/ 400 298 -11 / -18
50° 46' 34.176" N, 6° 4' 32.952" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
1. Juli 1960
Farben: 
blau-weiß-grün
Bundesspruch: 
Deutsch im Herzen, deutsch im Sang, Einig im Zusammenklang.
Geschichte: 

 folgt

AMV Berlin

Kürzel: 
B
Gruppe AMV Berlin
Beschreibung: 

Im Sommer 1855 wurde von drei Studenten der Friedrich-Wilhelm Universität zu Berlin ein Aufruf an das Schwarze Brett geheftet, in den Akademischen Gesangsverein einzutreten. Diese Studenten gelten daher als Gründer der am 1. Februar 1856 gegründeten Akademischen Liedertafel zu Berlin (ALT). Im Jahr 1867 wurde der Kartellvertrag mit dem Akademischen Gesangsverein München genehmigt,womit praktisch der spätere SV gegründet wurde.
Nach der Auflösung der alten Berliner Aktivitas blieb der Zusammenhalt zwischen den Alten Herren und jüngeren Verbandsbrüdern durch den Ortsverband Groß-Berlin erhalten und 1954 enstand mit Hilfe westdeutscher Verbandsbrüder eine neue aktive Verbindung mit dem Namen Akademisch-MusikalischeVerbindung Berlin.
Die Situation an den deutschen Hochschulen in den 60er und 70er Jahren machte besonders in Berlin ein aktives Bundesleben unmöglich, so daß schließlich das Verbindungshaus verkauft werden mußte. Nachdem die musischen und gesellschaftlichen Aktivitäten über einige Jahre hinweg vom Ortsverband (OV) Berlin zusammen mit dem AHV weitergeführt wurden, war die generelle Grundstimmung für eine SV-Verbindung in Berlin wieder günstiger und es gelang die nie aufgelöste Aktivitas der AMV Berlin wiederzubeleben. Um auch den nicht musikalischen Gruppen wie der seit 1988 bestehenden Theatergruppe Rechnung zu tragen, wurde 1993 der Name in Akademisch-Musische Verbindung geändert.
Das Verbindungshaus der AMV Berlin befindet sich seit 1992 in der Bremer Straße 68 in Moabit. Es wurde mit erheblicher Eigenleistung der Aktivitas instandgesetzt. Im Jahr 2001 konnte erstmals eine Wohnung im Vorderhaus als Verbindungswohnung eingerichtet werden. Mitlerweile gibt es zwei WGs mit jeweils drei Zimmern und eine Ein-Raum-Wohnung.  An musischen Gruppen gibt es einen Chor, eine Theatergruppe und eine Filmgruppe.

Ort

Bremer Str. 68
Berlin 10551
Deutschland
Phone: (0 30) 39 40 84 02
52° 31' 40.764" N, 13° 20' 15.54" E
E-Mail: 
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
1. Februar 1856
Farben: 
rot - weiß
Bundesspruch: 
Im Liede verjügt sich die Freude, im Liede verwehet der Schmerz.
Geschichte: 

Im Sommer 1855 wurde von drei Studenten der Friedrich-Wilhelm Universität zu Berlin ein Aufruf an das Schwarze Brett geheftet, in den Akademischen Gesangsverein einzutreten. Diese Studenten gelten daher als Gründer der am 1. Februar 1856 gegründeten Akademischen Liedertafel zu Berlin (ALT). Im Jahr 1867 wurde der Kartellvertrag mit dem Akademischen Gesangsverein München genehmigt,womit praktisch der spätere SV gegründet wurde.

Nach der Auflösung der alten Berliner Aktivitas blieb der Zusammenhalt zwischen den Alten Herren und jüngeren Verbandsbrüdern durch den Ortsverband Groß-Berlin erhalten und 1954 enstand mit Hilfe westdeutscher Verbandsbrüder eine neue aktive Verbindung mit dem Namen Akademisch-MusikalischeVerbindung Berlin.

Die Situation an den deutschen Hochschulen in den 60er und 70er Jahren machte besonders in Berlin ein aktives Bundesleben unmöglich, so daß schließlich das Verbindungshaus verkauft werden mußte. Nachdem die musischen und gesellschaftlichen Aktivitäten über einige Jahre hinweg vom Ortsverband (OV) Berlin zusammen mit dem AHV weitergeführt wurden, war die generelle Grundstimmung für eine SV-Verbindung in Berlin wieder günstiger und es gelang die nie aufgelöste Aktivitas der AMV Berlin wiederzubeleben. Um auch den nicht musikalischen Gruppen wie der seit 1988 bestehenden Theatergruppe Rechnung zu tragen, wurde 1993 der Name in Akademisch-Musische Verbindung geändert.

Das Verbindungshaus der AMV Berlin befindet sich seit 1992 in der Bremer Straße 68 in Moabit. Es wurde mit erheblicher Eigenleistung der Aktivitas instandgesetzt. Im Jahr 2001 konnte erstmals eine Wohnung im Vorderhaus als Verbindungswohnung eingerichtet werden. An musischen Gruppen gibt es einen Chor, eine Theatergruppe und ein kleines Orchester.

AMV Makaria Bonn

Kürzel: 
BN
Gruppe AMV Makaria Bonn
Beschreibung: 

Die AMV Makaria wurde am 1878 zunächst als interkorporativer Zusammenschluß musikliebender Bonner Studenten als „Akademisch-Musikalischer Verein“ gegründet. Erst zwei Jahre später erfolgte die Umwandlung in eine studentische Korporation. 1881 trat die Verbindung dem SV bei und führte ab 1883 offiziell den Namen „AMV Makaria“. Das Verbindungshaus wurde 1906 auf dem Bonner Talweg eingeweiht.

Während das Bundesleben während des Ersten Weltkrieges, wenn auch unter schweren Bedingungen, aufrechterhalten werden konnte, löste sich die Makaria unter dem Einfluß der NS-Diktatur 1935 auf. Die Wiedergründung der AMV Makaria erfolgte 1948. Die Mehrzahl der Alten Herren der ASV Askania-Curonia Königsberg im SV schlossen sich nach dem Krieg der Altherrenschaft der Makaria an. Das Verbindungshaus blieb zwar im Krieg unzerstört, konnte aber erst 1962 wieder ganz von der Aktivitas genutzt werden.

 

Ort

Bonner Talweg 60
Bonn 53113
Deutschland
Phone: 02 28/ 210 566
50° 43' 30.36" N, 7° 6' 7.992" E
E-Mail: 
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
18. November 1878
Farben: 
hellblau - weiß - rot
Bundesspruch: 
In musica solatium et refugium.
Geschichte: 

 folgt

AMV Arminia Braunschweig

Kürzel: 
BS
AMV Arminia Braunschweig

Ort

Am Wendenwehr 9
Braunschweig 38114
Deutschland
Phone: 05 31 / 231 71 30
52° 16' 26.04" N, 10° 31' 22.44" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

musische gruppe auerbach

Kürzel: 
DA
musische gruppe auerbach in Darmstadt
Beschreibung: 

Wir haben unseren Namen nicht von ungefähr. Wir bestehen aus Studierenden, die alle gerne nebenher "musisch" tätig sind. Bei uns finden sich Menschen zum Theater spielen, Singen im Chor, Musik machen, Trommeln etc. Auch Akrobaten, Zauberer und Fotografen sind bei uns dabei.

Zahlreiche kulturelle Projekte haben wir schon auf unserer eigenen Bühne verwirklicht: Von Jazzkonzerten, Kleinkunstabenden, Theateraufführungen, Lyrik-Musik-Abenden bis hin zu Zaubershows, Varieté und vielen Chorkonzerten war schon alles mögliche dabei.

Ob im Zuschauerraum oder auf der Bühne, Ihr seid herzlich eingeladen, bei unseren Projekten dabei zu sein oder gar ein eigenes zu verwirklichen.

https://www.facebook.com/pages/Musische-Gruppe-Auerbach/181072548604519

 

Ort

Riedlingerstr. 3
Darmstadt 64283
Deutschland
Phone: 0 61 51 / 2 46 54
49° 52' 18.3" N, 8° 39' 38.916" E
E-Mail: 
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
9. November 1898
Farben: 
himmelblau-pilzweiß-biergold
Bundesspruch: 
Die guten alten Zeiten sind jetzt!
Geschichte: 

Die musische gruppe auerbach ist hervorgegangen aus der am 09. November 1898 gegründeten musikalischen, losen und unkorporativen Vereinigung "Studentischer Chor" an der Technischen Hochschule Darmstadt. Zwei Jahre später wurden nach einer Verschmelzung mit einem zwischenzeitlich entstandenen "Akademischen Gesangsverein" zum "Akademischen Chor" (ACh) die Satzung in Richtung einer Verbindung neu bearbeitet, ein AHV gegründet, sowie Zirkel und Farben aufgenommen. Die Verbindung wurde am 07. Mai 1904 probeweise und am 15. Februar 1905 entgültig in den Sondershäuser Verband aufgenommen. Im WS 1912/13 konnte das eigene Haus bezogen werden.

Während des Dritten Reiches wurde der ACh als "Studentische Verbindung Peter Gmeinder" gleichgeschaltet; der Krieg zestörte das Haus zu zwei Dritteln.

Nach dem Krieg schlossen sich im Haus einquartierte Studenten am 09. November 1948 unter dem Namen "Studentische Verbindung Auerbach" zu einer neuen Aktivitas zusammen. Nach dem Wiederaufbau des Hauses 1956/57 wurde das Haus wieder Zentrum der Aktivitas, die ihre musische Betätigung durch Schauspiel-, Film- und Malgruppen erweiterte.

In den sechziger Jahren machten sich die wandelnden Interessen der Studenten in sinkenden Mitgliederzahlen bemerkbar. Damals wurde die Verbindung in "musische gruppe auerbach" umbenannt.

In den siebziger Jahren kam durch den vehementen Druck der Chordamen die Diskussion über die Aufnahme von Frauen auf. Ein harter Streit zwischen Aktivitas und Altherrenschaft endete in dem Kompromiß einer zweigeteilten Aktivitas. Diese Trennung verlor jedoch immer mehr an Bedeutung, so daß 1990 die real gelebte gemischte Aktivitas in einer neuen Satzung festgeschrieben wurde. 1995 folgten schließlich auch die Altmitglieder diesem Beispiel, der AHV und der MAC (Musisch-Akademischer Zirkel) fusionierten zum neuen gemischten Akademischen Chor (ACh).

Die durch die Querelen geschrumpfte Aktivitas konnte sich in den letzten Jahren wieder stark erholen; gleichzeitig entwickelte sich auf dem Haus eine rege musische und gemeinschaftliche Aktivität (Konzerte, Ausstellungen, Tanzkurse, Film- und Fotoarbeit, Vorträge). Darüber hinaus sind der Kammerchor und die Theatermanufaktur und das Varieté der musischen gruppe auerbach durch regelmäßige Konzerte bzw. Aufführungen über den Darmstädter Raum hinaus bekannt geworden.

 

Bundesspruch: "Die guten alten Zeiten sind jetzt!"

 

Tischgebet:

"Ein neihün flein kon lübürzeck
knieweich klumpsumpfvielmensch Toort
Wasmaßen umblöökt quärärulerisch
Appissaut Trainen fluor heidigutt
Pröpsel."

Text: Hans G. Helms

 

(entnommen aus dem SV-Handbuch, 3. Auflage, S. 135-136)

AMV Arion Dresden

Kürzel: 
DD
AMV Arion Dresden

Ort

Könneritzstr. 11
Dresden 01067
Deutschland
Phone: 03 51 / 495 31 59
51° 3' 23.832" N, 13° 43' 32.952" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AMV Fridericiana Erlangen

Kürzel: 
ER
AMV Fridericiana Erlangen

Ort

Glückstr. 3
Erlangen 91054
Deutschland
Phone: 0 91 31 / 225 14
49° 35' 58.164" N, 11° 0' 51.732" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
14. Dezember 1878
Farben: 
rosa-weiß
Bundesspruch: 
Nach deutscher Weise, im Freudeskreise, im Reiche der Töne, suchet das Schöne!
Geschichte: 

1878, 14. Dezember: Gründung als Studentengesangverein (StGV) Erlangen im SV

1924: Umbenennung in Fridericiana Erlangen, Sängerverbindung im SV

1949: Wiedergründung als Studentengesangverein Erlangen (Academic Clee-Club Fridericiana Erlangen), dann inoffiziell: Studentenverbindung Fridericiana

1951: Umbenennung in Akademische Gesangsverbindung (AGV) Erlangen im SV

1966: Umbenennung in Akademisch-Musikalische Verbindung Fridericiana Erlangen im SV

AMV Waltharia Frankfurt

Kürzel: 
F
AMV Waltharia Frankfurt

Ort

Fritzlarer Str. 6b
Frankfurt 60487
Deutschland
50° 7' 32.808" N, 8° 38' 11.004" E
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
11. Mai 1921
Farben: 
schwarz-gold-grün
Bundesspruch: 
Dem Wahren Schönen Guten

MSG Alt-Straßburg Freiburg

Kürzel: 
FR
MSG Alt-Straßburg Freiburg

Ort

Sedanstr. 2
Freiburg i. Br. 79098
Deutschland
Phone: 07 61 / 242 31
47° 59' 40.632" N, 7° 50' 40.092" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

StMV Blaue Sänger Göttingen

Kürzel: 
StMV Blaue Sänger Göttingen

Ort

Düstere-Eichen-Weg 26
Göttingen 37073
Deutschland
Phone: (05 51) 5 68-30/-32
51° 32' 15.216" N, 9° 56' 52.656" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
20. Juni 1860
Farben: 
hellblau-weiß-hellblau
Bundesspruch: 
Rein wie Gold, fest wie Erz sei des Sängers Herz

AMDV Caecilia Hamburg

Kürzel: 
HH2
AMDV Caecilia Hamburg
Beschreibung: 

Die AMDV! Caecilia wurde 2006 gegründet mit dem Ziel, auch den Damen
in Hamburg die Möglichkeit zu geben, in den Genuss einer Verbindung zu kommen bei der sie sich engagieren können, zusammen Spaß haben, Musik machen und viel gemeinsam erleben.

 

Ort

Ohlsdorfer Str. 39a
Hamburg 22299
Deutschland
53° 35' 47.6592" N, 10° 0' 8.8164" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
15. August 2006
Farben: 
grenadinerot - weiß - orange
Geschichte: 

Am 15.8.2006 gründeten 5 Mädels in Hamburg die AMDV! Caecilia, zu dem Zeitpunkt nur "Akademische Damenverbindung Hamburg". Ihr Ziel war, auch den Damen
in Hamburg die Möglichkeit zu geben, in den Genuss einer Verbindung zu kommen,
bei der sie sich engagieren können, zusammen Spaß haben und viel gemeinsam erleben.


Die Idee entstand bei einem Musikwochenende des Sondershäuser Verbandes,
welches von der AMV! Nordmark zu Hamburg im SV ausgerichtet wurde. In deren Pop- und Jazz- Chor sangen zu diesem Zeitpunkt einige Biologie Studentinnen, die sich mehr und mehr für das Thema Verbindung interessierten.
Nach vielen Unterhaltungen mit der Aktivitas der AMV! Nordmark, einem reinen Männerbund, stand der Entschluss endlich fest.

Eine eigene Verbindung musste her!

Der Name Caecilia ergab sich nach einigen Überlegungen vor allem aus der Tatsache, dass das SV-Musikwochenende in HH, auf dem u.a. die Caecilienmesse geprobt wurde, die letzten Zweifel, eine eigene Verbindung zu gründen, ausräumte.

Inzwischen sind wir ein vollständiges Mitglied des Sondershäuser Verbandes Akademisch-Musikalischer Verbindungen. Nach der vorläufigen Aufnahme auf dem 140. Kartellfest des Verbandes in Sondershausen erfolgte die Aufnahme in den Verband sehr herzlich auf dem ordentlichen Vertretertag im November 2008 in Berlin, der Stadt, die auch den Ursprung des SV darstellt.

Was uns verbindet ist die Liebe zu Musik und anderen Künsten. Neben dem Musischen
pflegen wir auch das Freundschafts- sowie das Lebensbundprinzip.
Die AMDV! Caecilia ist eine nicht-schlagende und nicht-farbentragende Verbindung, die aber Farben führt.
Diese Farben sind Grenadinerot-Weiß-Orange.

AMV Nordmark Hamburg

Kürzel: 
HH1
AMV Nordmark Hamburg

Ort

Ohlsdorfer Str. 39a
Hamburg 22299
Deutschland
Phone: 040 / 79 30 70 96
53° 35' 47.6592" N, 10° 0' 8.8164" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

SMV Hannover

Kürzel: 
H
SMV Hannover

Ort

Wilhelmshavener Str. 16
Hannover 30167
Deutschland
Phone: 05 11 / 141 36
52° 22' 38.568" N, 9° 43' 0.66" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AMV Stauffia Heidelberg

Kürzel: 
HD
AMV Stauffia Heidelberg

Ort

Untere Str. 11
Heidelberg 69117
Deutschland
Phone: 0 62 21 / 219 67
49° 24' 43.992" N, 8° 42' 26.172" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AMV Innsbruck

Kürzel: 
INN
Stets in Österreich die einzige gewesen...
Beschreibung: 

Die Idee, in Innsbruck eine SV-Verbindung zu gründen, wurde Anfang der 60er Jahre durch in Innsbruck studierende Verbandsbrüder geboren. Bereits 1962 konnte der festliche Gründungskommers gefeiert werden. Wieder zwei Jahre später erfolgte die Aufnahme in den SV.
Mit dem Erwerb des Hauses in der Kirschentalgasse konnte auch das Verbindungsleben wiederbelebt werden. Es wurden mehr kulturelle Veranstaltungen angeboten und studentische Traditionen gepflegt.

Ort

Kirschentalgasse 17
Innsbruck A-6020
Österreich
47° 16' 8.2272" N, 11° 23' 12.5988" E
E-Mail: 
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
1. Dezember 1962
Farben: 
rot-weiss-rot
Bundesspruch: 
Amor musarum vis invicta!

AMV Albingia Kiel

Kürzel: 
KI
AMV Albingia Kiel

Ort

Sandkoppel 55
Kronshagen 24119
Deutschland
Phone: 04 31 / 53 77 89 -0
54° 20' 4.884" N, 10° 5' 1.968" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AMV Mainz

Kürzel: 
MZ
AMV Mainz

Ort

Christofstr. 7
Mainz 55116
Deutschland
Phone: 0 61 31 / 22 82 69
49° 59' 56.5512" N, 8° 16' 28.7616" E
E-Mail: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
20. Mai 1956
Farben: 
hellblau-weiß-rosa
Bundesspruch: 
Bei frohem Gesang, bei Becherklang, zu jeglicher Stund, ein Lebensbund.

AMV Fridericiana Marburg

Kürzel: 
MR
AMV Fridericiana Marburg

Ort

Lutherstr. 22
Marburg 35037
Deutschland
Phone: 0 64 21 / 263 35
50° 48' 29.268" N, 8° 45' 28.692" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
8. Dezember 1889
Farben: 
schwarz-moosgrün-rot
Bundesspruch: 
Dem Bunde treu zeitlebenslang, treu unserm Bruderbund, die Herzen für den deutschen Sang, ein Bau auf Felsengrund!
Geschichte: 

Am 8. Dezember 1889 im Hansenhaus in Marburg als Studentengesangverein (SGV) Fridericiana Marburg gegründet, wurden die Statuten (von Friedrich "Friedel" Weiß nach Göttinger Vorbild erarbeitet), Wappen und Zirkel und der Name einstimmig beschlossen. Der SGV Fridericiana war damit die achte Studentenverbindung vor Ort. Sie stellte zeitweise die größte Studentenverbindung überhaupt vor Ort (Höhepunkt im Sommersemester 1907 mit 134 Aktiven).

Die Gründungsfarben waren blau-gold-rot. Die Änderung der Farben in (noch heute) schwarz-moosgrün-rot am 25. Juli 1891 wurde wegen Farbengleichheit (lediglich andere Anordnung) mit dem Corps Teutonia vorgenommen.

Namensgebung

Der Name Verein wies damals schon auf das schwarze Prinzip hin, in dessen Gefolge man sich verstand, d.h. Ablehnung von Band, Mütze und Pflichtmensur.

Über die Herkunft des Namens Fridericiana sind die Spekulationen bis heute nicht abgerissen. Mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann die Theorie, dass er vom Vornamen des Initiators des Vereins, Friedrich Weiß, herrührt. Hierfür fanden sich weder bei Richard Thielemann, dem ersten Chronisten der Fridericiana, noch in den Protokollen des ersten Schriftwartes Walbaum Anhaltspunkte. Eine zweite Theorie stützt sich auf einen Satz in Thielemanns Geschichte der SGV Fridericiana Marburg von 1914, der besagt, daß (nach Ablehnung von Normannia als Stammesnamen) die Namen Guilhelma und Fridericiana zu Auswahl standen (da das Jahr 1888 das Dreikaiserjahr mit Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. war). Die Namensvorschläge deuten dieser Theorie zufolge auf den Willen einer Anbindung an das hohenzollernsche Kaiserhaus insgesamt, wofür auch spräche, daß die Büsten aller drei Kaiser später das Kneiplokal in der Lahnlust schmückten. Die dritte, wohl wahrscheinlichste Theorie bezieht den Namen einzig auf Friedrich III. Dies bestätigt sich bei Thielemann, der schreibt, daß der Name Fridericiana "bewusstermassen ... zum Gedächtnis an den Kaiser Friedrich III. gewählt worden sei". Wäre aber eine Anbindung an das Kaiserhaus insgesamt angestrebt worden, hätte man sich wohl für Guilhelma -- als Name der eigentlich typischeren Vertreter der Hohenzollern -- entschieden. Ebenso wird die Theorie der Namensgebung nach Friedrich III. durch dessen ausgeprägten Kunstsinn gestützt.

 

Die Gründung

Der damalige Rektor der Philipps-Universität Marburg, Prof Dr. Herrmann, hegte Bedenken, ob der SGV Fridericiana Marburg eine Konkurrenz zum schon bestehenden „Akademischen Concertverein der Universität“ darstelle. Durch einen Konventsbeschluss wurden daraufhin alle Mitglieder der Fridericiana auch zur Teilnahme am Concertverein verpflichtet. Daraufhin übernimmt der Universitätsmusikdirektor Richard Barth (zu dessen Freundeskreis sich Johannes Brahms zählte) die musikalische Leitung der Fridericiana, was die musikalischen Leitlinien der Verbindung nachhaltig prägte.

Von Richard Barth, der auf dem ersten Stiftungsfest zum Ehrenmitglied ernannt wurde, stammt auch die Melodie des Bundesliedes der Fridericiana (Text: Friedrich Weiß) sowie des Bundesspruches.

Nach dem Weggang Barths aus Marburg 1894 gen Hamburg übernahm Gustav Jenner die musikalische Leitung und trat 1899 die Nachfolge Barths als Universitätsmusikdirektor an.

 

Zeit des ersten Weltkrieges

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde das Verbindungshaus als Lazarett für Leichtverwundete dem Deutschen Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Das Bundesleben wurde in reduzierter Form (durchschnittlich 20 Personen) weitergeführt, da 72 der 120 Aktiven einrücken mussten.

Im Jahr 1923 wurde im Zuge der Inflation die „Fridericianer-Mark“ ins Leben gerufen: Am Monatsanfang brachte ein jedes Mitglied seinen monatlichen Wechsel dem Bbr. Neumann, und bekam dafür eine entsprechende Summe in einer eigenen Währung, der sog. Fridericianermark, ausgezahlt (1 Mark = 4,20 Fridericianermark in Anlehnung an den langjährigen Reichsmark-Kurs), die den Monat über wertbeständig blieb, und von dem sogleich möglichst viele Alltagswaren auf Vorrat eingekauft wurden. Dem schlossen sich auch einige Marburger Bürger an.

 

Zeit des zweiten Weltkrieges

Nach der Machtergreifung Hitlers hielt sich, wenn auch unter gewissen Repressalien, der aktive Bund noch drei Jahre, bis dann im Zuge der Gleichschaltung und des Verbots einer Doppelmitgliedschaft in Korporationen und Parteigliederungen ein Weiterbestehen des aktiven Bundes unmöglich wurde.

Am 22. Februar 1936 löste sich die Fridericiana offiziell mit einem feierlichen Schlusskommers auf. Vom 4.-6. August 1939 feierte man dennoch das 50. Stiftungsfest.

Am 28. Oktober 1939 wurde auf dem Haus eine musisch ausgerichtete Kameradschaft XIII gegründet, welche die Fridericianertradition fortführte, und sich am 8. Februar 1942 in Kameradschaft Wolfram von Eschenbach umbenannte.

Am 27. September 1942 ging der Altherrenverband in der NS-Altherrenschaft auf, da ihm sonst das Haus abgenommen worden wäre.

 

Nachkriegszeit

Am 4. Oktober 1948 wurde der Altherrenverband wiedergegründet. Das erste allgemeine Fridericianertreffen nach dem Krieg fand im Juli 1949 statt.

Die Wiedergründung der Aktivitas als Studentenbund Fridericiana mit bewusst musikalischer Ausrichtung fand dann im November 1949 in der Kegelbahn auf dem Haus statt.

In den Fünfziger-Jahren wurden Chor und Orchester eigenständig wieder aufgebaut. 1953 benannte man sich in AMV Fridericiana um.

1979 wurde der „Verein musischer Studentinnen“ gegründet, faktisch das Pendant zur damaligen rein männlichen Aktivitas. 1992 gingen beide in einer gemeinsamen Aktivitas auf.

 Das Verbindungshaus

In Ermangelung eines eigenen Hauses trafen sich die Mitglieder anfangs in einem Vereinslokal: Das Café Quentin am oberen Steinweg in Marburg.

Seit Juli 1911 besitzt die Fridericiana ein eigenes Haus in der Lutherstraße in Marburg, welches sie selbst als Verbindungshaus erbaute. In seiner Konzeption ähnelt es dem Haus des Studenten-Gesangvereins der Georgia Augusta in Göttingen. Es existiert noch heute, nachdem es im Ersten Weltkrieg vom Deutschen Roten Kreuz als Lazarett benutzt und im Zweiten Weltkrieg vorübergehend von den Amerikanern beschlagnahmt wurde.

AGV München e.V.

Kürzel: 
M
AGV München

Ort

Ledererstr. 5
München 80331
Deutschland
Phone: 089 / 29 35 12
48° 8' 14.712" N, 11° 34' 42.96" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
12. Januar 1861
Farben: 
rosa-weiß
Bundesspruch: 
Ehr unser Zier, Lied das Panier, That unser Wort, Gott unser Hort!

AMB Ingvaeonia Münster

Kürzel: 
MS
AMB Ingvaeonia Münster

Ort

Wehrstr. 1a
Münster 48151
Deutschland
Phone: 02 51 / 53 14 72
51° 57' 23.1984" N, 7° 37' 24.4488" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AMV Regensburg

Kürzel: 
R
AMV Regensburg

Ort

Taxistr. 6 c/o J. Brenner
Regensburg 93049
Deutschland
49° 1' 23.2104" N, 12° 3' 45.2844" E
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AWV Makaria Stuttgart

Kürzel: 
S
AWV Makaria Stuttgart

Ort

Schwabstr. 46
Stuttgart 70197
Deutschland
Phone: 07 11 / 62 16 79
48° 46' 22.584" N, 9° 9' 23.724" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung

AMV Stochdorphia Tübingen

Kürzel: 
AMV Stochdorphia Tübingen

Ort

Hirschauer Str. 18
Tübingen 72070
Deutschland
Phone: 0 70 71 / 793 665-0
48° 30' 51.912" N, 9° 2' 29.904" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
15. Januar 2857
Farben: 
schwarz-weiß-rot
Bundesspruch: 
amico, litteris, patriae

AMV Würzburg

Kürzel: 
AMV Würzburg

Ort

Valentin-Becker-Str. 2
Würzburg 97072
Deutschland
Phone: 09 31 / 359 03 -0
49° 47' 1.6188" N, 9° 56' 14.9892" E
Bild Haus: 
Zirkel: 
Zirkel der Verbindung
Gründungstag: 
23. Januar 1872
Farben: 
rot-weiß
Bundesspruch: 
Der deutsche Sang, die deutsche Treu' zeitlebenslang gepriesen sei!